Das Statistische Bundesamt hat kürzlich die Inflationsrate für den August 2008 vorgelegt. Wider Erwarten liegt die offizielle Inflationsrate geringfügig unter dem Wert des Vormonats, nämlich bei 3,1 Prozent anstatt 3,3 Prozent im Juli. Verantwortlich dafür sei in erster Linie der Preisrückgang bei Kraftstoff um ca. 5 Prozent und bei Heizöl um knapp 10 Prozent. Dennoch ist von Seiten der Bundesbank keine Entspannung zu vernehmen.
Das schürt natürlich die Angstgefühle der Bürger, die ohnehin kaum Chancen haben, das tatsächliche Ausmaß der Krise einzuschätzen. So warnte Bundesbankpräsident Weber am Mittwoch eindringlich vor einer anhaltend hohen Inflation im Euro-Raum. Ziel der EZB ist es, mittelfristig eine Inflationsrate von unter 2 Prozent realisieren zu können. Webers Aussagen lassen die Zukunft jedoch kaum in einem guten Licht erscheinen: „Wir sind nicht einmal sicher, dass die Inflation im Jahre 2010 im Durchschnitt unter 2 Prozent liegen wird“.
In Wirklichkeit geht die Krise erst richtig los und wird bereits in zum Ende dieses Jahres die Preise kräftig nach oben treiben. Man kann gespannt sein, wie lange die Menschen das friedlich ud ohne Randale Hinnehmen.
In den USA werden Gold- und Silbermünzen knapp, in Deutschland der Krügerrand. Die beliebtesten Anlagemünzen sind ausverkauft. Es sind die Ein-Unzen-Gold- und die Silver-Eagles. Die Prägestätte US-Mint teilte mit, dass sie vorübergehend den Verkauf dieser Münzen unterbrochen haben.
Auch in dem wichtigsten Münzanlageland in Europa, in Deutschland, verbreitet sich die Nachricht in Windeseile. Die Kundschaft weicht nun aus auf den kanadischen Maple Leaf oder die australische Kangoroo-Münze, nun kommt es aber bei deren Prägestellen auch schon zu Engpässen. Es ist damit absehbar, dass der deutsche Markt „nicht mehr ausreichend versorgt werden kann.“ Mit zunehmender Finanzkrise, die erst vergangene Woche mit der Verstaatlichungsidee um die beiden größten Immobilienbank Fannie Mae und Freddie Mac einen neuen Höhepunkt erreicht hat, wird auf Gold und Silber als Geldanlage umgeschwenkt. Überraschend ist, dass die Preisentwicklung von Gold und Silber in den vergangenen Wochen so gar nicht die Nachfrage für physisches Gold widerspiegelt. Seit dem Rekordhoch im März bei 1022 Dollar je Feinunze Gold ist die Notierung zuletzt auf rund 822 Dollar abgefallen. Die Unze Silber kostete in der Spitze 21 Dollar, kürzlich wurden 13,30 Dollar bezahlt.
Die wichtige Börsenregel, dass man mit dem Trend investieren solle, spricht demnach eindeutig für Gold. Gold wird weiter an Wert zulegen. Pessimisten sagen sogar, am Ende sei Gold das einzige wahre Geld.
Spätestens seit dem Fall IKB kennt man den Namen KfW. Als Bank des Bundes und der Länder ist die KfW die Förderbank der deutschen Wirtschaft.
Der Blog MMNews veröffentlichte heute einen Beitrag, der zeigt, wie gefährlich die Situation im EU-Raum ist und dass die EZB spanische Wertpapiere, die einen Handelswert von ca. 25% haben, zu 100% beleiht.