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Einlagern von Gemüse

 

Wer sich ernsthaft mit der Krisenvorsorge beschäftigt, wird auch irgendwann auf die Problematik der Nahrungsmittelversorgung stoßen

Wie zum Beispiel lagert man am besten Gemüse ein und macht es auch mittel- bis langfristig haltbar. Grundsätzlich sei erst einmal gesagt, das sich frisches Gemüse je nach Sorte unterschiedlich lang hält. Blattsalat, Zucchini, Kohlrabi, Tomaten und Bohnen beispielsweise müssen recht schnell verzehrt werden, Blumen- und Chinakohl halten sich etwas länger, und Karotten, Zwiebeln  Kartoffeln und Kürbisse sind auch durchaus nach einigen Wochen noch genießbar.

Wer aber sein Gemüse über längere Zeit einlagern will, um auch im Krisenfall ausreichend Nahrungsmittel zur Verfügung zu haben, der sollte auf eine der diversen Bekannten Methoden zur Haltbarmachung von Gemüse zurückgreifen.

Die sicherlich einfachste und unkomplizierteste Methode der Vorratsbeschaffung ist sicherlich einfach bereits in Konserven oder im Glas verpacktes Gemüse im Laden zu kaufen. Dieses Gemüse ist auf professionellem Wege haltbar gemacht worden, und kann oft auch noch sehr lange Zeit nach Ablauf des Verfallsdatums problemlos verzehrt werden. Außerdem ist besagtes Verfallsdatum sehr häufig bereits so angesetzt, daß es auch bei etwas längerer Lagerung erst nach geraumer Zeit erreicht wird.

Wer jedoch aus Kosten- oder anderen Gründen nicht auf Konserven zurückgreifen will oder kann hat immer noch die Möglichkeit auf eine der bekannten und bewährten Methoden zur Haltbarmachen von Gemüse zurückzugreifen. Diese werde ich Ihnen nun genauer vorstellen.

Eine der ältesten und effektivsten Methoden zur Haltbarmachung von Obst und Gemüse ist das Trocknen

Es eignet sich für nahezu alle Obst- und Gemüsesorten, sowie für Pilze, Knoblauch, Kräuter und Kerne, beispielsweise von Sonnenblumen oder Kürbissen. Beim Trocknen wird dem Gemüse das Wasser entzogen. Hierdurch ist es wesentlich unanfälliger gegen die durch Keime verursachte Zersetzung und fault deswegen deutlich langsamer.

Am besten funktioniert das Trocknen wenn man das zu trocknende Gemüse vorher in Scheiben schneidet. Ungeschnitten funktioniert auch, dauert aber wesentlich länger. Kräuter sollten zu Bündeln zusammengebunden und im Schatten getrocknet werden, der Rest des Gemüses muß in die Sonne.

Da im deutschsprachigen Raum jedoch selbst im Sommer die Wärme der Sonne oft nicht ausreicht um Gemüse vernünftig zu trocknen sollte man sich mit alternativen Methoden des Trocknens beschäftigen. Beispielsweise kann man die Wärme eines Ofens oder Herdes nutzen. Es gibt jedoch auch spezielle Dörrgeräte, welche extra zu diesem Zweck genutzt werden. Diese gibt es je nach Qualität ab ca 30 Euro zu kaufen.

Getrocknetes Obst und Gemüse hält sich in der Regel mindestens ein Jahr lang. Der Nachteil beim Trocknen liegt im Verlust eines Großteils der Vitamine des Gemüses, hauptsächlich Vitamin C.

Eine weitere Methode der Haltbarmachung ist das Einmachen, auch als Einkochen bekannt

Hierbei wird das haltbarzumachende Obst oder Gemüse in ein verschließbares Glas gefüllt und so lange auf über 100 Grad erhitzt, bis man sicher sein kann das der Inhalt des Glases absolut Keimfrei ist. Außerdem entweicht beim Erhitzen die Luft aus dem Glas. Der hierbei entstehende Unterdruck verhindert ein Eindringen neuer Keime und Bakterien.

Vor dem eigentlichen Einmachvorgang wird das Glas fast komplett mit dem entsprechenden Obst oder Gemüse gefüllt. Obst wird mit Wasser übergossen, und Gemüse mit Salzwasser. Man kann noch Zucker hinzugeben um das Ganze länger haltbar zu machen, zwingend notwendig ist dies jedoch nicht.

Nachdem das Glas gefüllt und verschlossen ist wird es erhitzt. Hierzu kann man einen ganz koventionellen Backofen nutzen, in welchem der Erhitzungsvorgang circa zwei Stunden dauert. Es gibt auch spezielle Einmachbehälter welche die Dauer des Einmachvorgangs deutlich verkürzen, zwingend notwendig sind diese jedoch nicht.

Eingemachtes Obst und Gemüse hält sich in der Regel mehrere Jahre lang.

Der Nachteil beim Einmachen liegt ebenfalls wieder bei einem extremen Vitaminverlust, welcher sogar noch ausgeprägter ist als beim Trocknen. 

Gemüse einfrieren - nicht ideal, wegen der stromabhängigkeit 

Das Einfrieren ist eine relativ einfache, wenn auch aufgrund der Notwendigkeit einer Gefriertruhe oder eines Gefrierfachs und der dadurch entstehenden Stromkosten verhältnismäßig teure Methode der Konservierung von Obst und Gemüse. Hierbei wird das Gemüse bei Temperaturen unter null, möglichst bei - 18° oder kälter, gelagert. Dadurch wird die Zersetzung des Gemüses durch Mikroorganismen gestoppt und es bleibt deutlich länger haltbar.

Vor dem Einfrieren sollte das Gemüse auf jeden Fall luftdicht verpackt werden, um den Vitaminverlust während der Lagerung möglichst gering zu halten. Hierzu verwendet man am besten spezielle Gefriebeutel oder Plastikbehälter. Nach dem Verpacken falls möglich das Gemüse in einem weniger kühlen Gefrierfach vorkühlen, dann ins Hauptgefriefach umlagern.

Gefrorenes Obst und Gemüse hält sich in der Regel circa sechs Monate bis ein Jahr lang.

Der Vitaminverlust ist beim Einfrieren verhältnismäßig gering, vor allem bei Obst.

Speziell für Obst gibt es noch eine weitere Konservierungsmethode, welche ich durchaus für erwähnenswert halte, und ihnen trotz der Tatsache, daß sich dieser Artikel eigentlich hauptsächlich mit Gemüse beschäftigen soll, nicht vorenthalten möchte.

Das Pasteurisieren ist eine Methode der Konservierung ähnlich dem Einmachen

Durch die geringere Hitzeentwicklung, welche zum Pasteurisieren benötigt wird, gehen zwar weniger Vitamine verloren, allerdings eignet sich diese Methode leider nicht zum Konservieren von Gemüse.

Beim Pasteurisieren wird das Obst vor dem Einfüllen ins Glas circa zehn Minuten lang gekocht. Das Glas selbst wird vorher in kochendem Wasser desinfiziert. Nach dem Einfüllen wird das Glas mit Wasser oder kochendem Zuckersirup aufgefüllt und verschlossen. Danach wird das Glas mit kochend heißem Wasser übergossen um sicherzustellen, daß es auch wirklich keimfrei ist.

Pasteurisieren eignet sich vor allem auch sehr gut zur Herstellung von Marmelade.

Pasteurisiertes hält sich in der Regel zwar sehr lange, aber nicht so lange wie sein Gegenstück das Eingemachte.

Das Vitaminverlust beim Pasteurisieren ist wesentlich geringer als beim Einmachen. Gerade bei längere Lagerung nimmt dieser kaum zu.

 

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