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Ursachen der Finanzkrise (1)

 

Substanzloses Geld und der "Schein" in meiner Hand

 

Im Prinzip spricht nichts gegen Papiergeld und es ist grundsätzlich eine gute und sinnvolle Idee. Mit dem Papiergeld wäre alles in bester Ordnung, wenn es nicht beliebig vermehrt werden würde und jeder Papierschein einem realen Gegenwert in Form von Diensten und Produkten entsprechen würde. So war es am Anfang auch einmal. Allerdings geben Staaten ebenso wie die meisten Bürger immer mehr Geld aus als sie zur Verfügung haben. Die Geschichte lehrt uns, dass die Herrscher deshalb in der Regel immer folgende Maßnahmen ergreifen: Sie erhöhen die Steuern und Abgaben, sie verschulden sich und sie erhöhen die Geldmenge. Wir sehen heutzutage, dass die ersten beiden Möglichkeiten nahezu ausgeschöpft sind und seit geraumer Zeit verstärkt auf die letzte zurück gegriffen wird.   


Was mit unserem Geld nicht stimmt

In den letzten 30 Jahren haben sich die weltweit hergestellten Produkte und Dienste in etwa vervierfacht, die Geldmenge in diesem Zeitraum jedoch vervierzigfacht (Professor Hamer). Das heißt, es steht in Wirklichkeit der enormen Menge an bedruckten Papierscheinen nur eine begrenzte Anzahl an Waren und Dienstleistungen gegenüber, sprich in Wirklichkeit ist ein Großteil der Geldscheine schlichtweg „wertlos“. Es ist so, als würden in einer Kantine, die 400 Mahlzeiten zubereitet, insgesamt 4.000 Essensmarken ausgegeben. Sofort würden im Kampf um die Speisen aus netten Kollegen erbitterte Feinde und die kollegialen Verhaltsregeln würden ad acta gelegt. So wird es in absehbarer Zeit auf der Welt mit dem Geld ebenso geschehen. Über gewisse Zeiträume wird viel von dem überschüssigen Geld von den Märkten und den Menschen „absorbiert“ und alle Preise und Werte blähen sich auf (Inflation). Das Leben wird immer teurer und die Menschen müssen für Ihren Lebenserhalt mehr arbeiten und es bleibt trotzdem nichts übrig.


Irgendwann beginnen die Menschen an dem Papiergeld zu zweifeln und wollen ihr Geld von der Bank abholen. Dann erkennen sie entweder, dass sie ihr Geld nicht bekommen, weil es so viel tatsächlich nicht gibt. Oder sie bekommen ihr Geld und erkennen, dass es dafür gar keine Waren gibt. Allein den Deutschen wird ein Vermögen von 4,5 Billionen Euro zugerechnet, davon etwa ein Drittel in reinen Papiergeldanlagen wie Festgeldern, Sparbüchern, Bundesschatzbriefen usw. Stellen Sie sich mal vor, diese würden zu den Banken rennen und ihre Ersparnisse abheben wollen. Sie würden ihr Geld nicht bekommen und würden den Betrug erkennen. Ein Aufstand wäre die logische Folge. Um solche „Bankruns“ zu verhindern, ist die Regierung bereit, enorm viel (Steuer-) Geld für verschiedene Rettungsmaßnahmen aufzuwenden.


So genannte  „Runs“ gibt es übrigens nur bei Banken

Ist Ihnen klar, dass es die Gefahr solch eines „Runs“ nur bei den Banken gibt? Das sind die einzigen Firmen, die diesen legalen Betrug mit Billigung der Obrigkeit fortwährend praktizieren dürfen. Keine andere Firma wie z. Bsp. ein Autohersteller dürfte mehr Autos verkaufen als er produziert und liefern kann. Er würde sofort als Betrüger angeklagt werden. Nur mit unserem Geld darf solch ein Schindluder legal getrieben werden. Obwohl dies die wichtigste Grundlage unseres Lebens ist, gelten hier offensichtlich völlig andere Regeln und der Gesetzgeber drückt großzügig beide Augen zu, wie die nachfolgende Aussage des weltbekannten Ökonomen Murray Newton Rothbart prägnant belegt:


„Die Bank schafft neues Geld aus der Luft und muss es nicht wie alle anderen durch Produktion und Verkauf ihrer Dienste erwerben. Kurzum die Bank ist bereits jetzt und zu jeder anderen Zeit bankrott. Doch diese Zahlungsunfähigkeit kommt nur zum Vorschein, wenn die Kunden Verdacht schöpfen und einen „Run“ auf die Bank lostreten. Bei keinem anderen Unternehmen lässt sich das Phänomen des „Runs“ beobachten. Kein anderes Unternehmen kann über Nacht in den Ruin getrieben werden, nur weil seine Kundschaft beschließt, ihr Eigentum zurückzufordern. Kein anderes Unternehmen schafft fiktives neues Geld, das sich in nichts verflüchtigt, sobald man es einmal nüchtern beurteilt.“

(Aus dem Büchlein „Das Schein-Geld-System – wie der Staat unser Geld zerstört“). Die Geldschöpfung aus dem Nichts – auch Giralgeld genannt – ist eines der eklatanten Ursachen der jetzigen Krise und muss rasch abgeschafft werden, um die Menschen nicht weiter in den Abgrund zu führen. Denn unser heutiges (Papier-) Geld – ohne eigenen inhärenten Wert – fungiert nur durch Akzeptanz und Vertrauen. Wo es an beidem zu mangeln droht, hilft der Gesetzgeber mit der Bestimmung des Geldes zum  gesetzlichen Zahlungsmittel nach, um dessen Verwendung zu erzwingen. Jedoch wird dieser staatliche Zwang den Markt in nächster Zeit kaum verändern können. So fordert auch Thorsten Polleit in der Süddeutschen Zeitung vom 27.07.2009, das jetzige Geldsystem zu ersetzen, weil es uns immer in schwerere Krisen treibt. Er plädiert für Geld, über das nicht der Staat, sondern der Verbraucher entscheidet und er ist überzeugt, dass sich so auf Dauer ein mit Rohstoffwerten oder Edelmetallen gedecktes Geld durchsetzen wird, so wie es derzeit auch China und Russland fordern.

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