So eröffnen Sie ein Schließfach in der Schweiz
Wie deponiere ich mein Gold und Silber in der Schweiz?
Bei welcher Bank eröffne ich ein Schließfach in der Schweiz?
Für die Frage "wo lagere ich mein Gold und Silber in der Schweiz" kann ich Ihnen folgenden Tipp geben: Wenn Sie Ihre Edelmetalle und wichtige Dokumente in einem Schließfach deponieren wollen, suchen Sie sich eine kleine regionale Bank im grenznahen Bereich. Sie können alles per Mail in die Wege leiten und Ihre Wertsachen dann beim ersten Besuch mit nehmen und einlagern.
Wieviel kostet ein Schließfach in der Schweiz pro Jahr?
Es gibt dort Schließfächer in verschiedenen Größen und die Jahresmiete beträgt cirka zwischen 45,-- SFR und SFR 190,--. Die Fächer sind groß und stabil, so dass auch (schweres) Silber eingelagert werden kann.
Zusätzlich zum Schließfach muss bei der Bank ein Girokonto eröffnet werden, so dass die Bank die jährliche Miete abbuchen kann. Dieses Girokonto kostet nur sehr geringe Jahresgebühren und bietet den Vorteil, dass man so nebenher Geld auf einem Schweizer Konto in Schweizer Franken sparen kann. Dieses Konto kann selbstverständlich übers Onlinebanking verwaltet werden.
So eröffnen Sie für Ihr Schließfach in der Schweiz ein Girokonto
Sie kontaktieren eine Schweizer Bank Ihrer Wahl, idealer Weise eine kleinere Bank. Die Banken sind sehr Kunden orientiert und bedienen Sie gerne. Sie können Ihr Anliegen schildern, fragen, ob entsprechende Schließfächer frei sind und einen Termin vereinbaren. Dann fahren Sie hin, eröffnen es und können sofort das erste Edelmetall einlagern.
Sichere Aufbewahrung wichtiger Dokumente im Schließfach
Sie sollten auch Ihre wichtigen Dokumente, Urkunden, Versicherungspolicen und sonstige wichtige Verträge, an einem sicheren Ort verwahren. Entweder Sie legen die Originale oder Kopien in solch ein Schließfach.
Weitere Infos zum Thema Schließfach
Zu einem Schließfach gehören zwei Schlüssel und Sie bekommen selbstverständlich Beide. Die Bank hat keinen Zugang. Wenn Sie zu Ihrem Schließfach gehen wollen, gibt ein Angestellter den gesicherten Zugang zu dem Tresorraum frei. Ebenso entsichert sie Ihr Schließfach, so dass Sie es dann mittels einem Ihrer beiden Schlüssel öffnen können. Es werden nur einzelne Parteien in den Tresorraum gelassen. Es sind also nie fremde Dritte mit dabei. Ohne die Freigabe der Bank kommt keiner an die Schließfächer. Sie können den Inhalt Ihres Schließfaches selbstverständlich fotografieren.
Sie kommen an Ihr Schließfach nur mit einem der beiden Schließfachschlüssel und Ihrem Ausweis. Einer anderen Person ist der Zugang verwehrt, außer Sie erteilen eine Volmacht. Es besteht also auch keine Gefahr, falls Ihnen Ihr Schüssel abhanden kommt oder geklaut wird. Jeder Besuch wird dokumentiert. Falls Sie Ihre Schlüssel verlieren, wird das Schloss von einer Spezialfirma geöffnet und das kostet Sie cirka 750 Euro.
Sie können jederzeit ohne Voranmeldung während der gewöhnlichen Öffnungszeiten an Ihr Schließfach. Auf Anfrage können Sie ggf. auch einen außerhalb der üblichen Schalterzeiten einen Termin bekommen. Sollten gerade andere Parteien im Schließfachraum sein, müssen Sie kurz warten. Der Besuch kostet natürlich nichts.
Sie können (und sollten) einer Person Ihres Vertrauens eine Vollmacht erteilen. Diese Person kann aber nur an das Schließfach, wenn Sie ihr einen Schlüssel geben.
Sie können den Inhalt des Schließfachs versichern. Dabei müssen Sie aber Angaben zum Inhalt geben und dann ist Schluss mit der Anonymität. Raub, Feuer, Naturgewalten könnten Gefahren darstellen, allerdings ist dies alles nicht sehr wahrscheinlich. Ohne Versicherung bekommen Sie keinerlei Entschädigung.
Schließfach im Krisenfall
Manche sagen, sie wollen im Krisenfall, wenn andere Menschen in Not sind, nicht ans Schließfach und sind deshalb dagegen. Oder andere meinen, man ist an die Öffnungszeiten gebunden und in der Krise könnte die Bank pleite gehen. Dazu würde ich Folgendes sagen: Auf dieser Welt gibt es keine 100 %ige Sicherheit. Ich denke nicht, dass Ihre Werte im Krisenfall Zuhause sicherer sind. Beim Ausbruch der Krise werden Sie sicher nicht gleich an Ihr Schließfach rennen. Um die Krisenzeit zu überstehen, sollten Sie einen Bargeldvorrat, Tauschgegenstände und physisches Gold und Silber im unmittelbaren Zugriff haben. Ihr Gold und Silber sollte während der Krisenzeit im sicheren Schließfach verbleiben und Sie sollten es nicht anrühren. Den wirklichen Wert hat es erst danach.
Eine Bankpleite tangiert Ihr Schließfach nur insofern, dass Sie klären müssen, wer Ihnen den Zugang verschafft. Der Schließfachinhalt verbleibt ausschließlich in Ihrem Besitz. Die Bank hat wie oben erläutert keine Schlüssel. Natürlich sollte man ein Schließfach nur in Ländern eröffnen, wo man vor Beschlagnahmungen sicher ist wie der Schweiz, Liechtenstein etc.
Sollten Sie über größere Werte verfügen, dann sind natürlich verschiedene Schließfächer bei unterschiedlichen Banken angesagt.