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Sicherung des Einkommens als Rentner bzw. Pensionär


Die Finanzkrise wird zu Kürzungen der Rentenleistungen führen

Bereits jetzt gibt es immer mehr Ruheständler, denen die (magere) Rente zum Leben nicht reicht. Ein geringes Einkommen während der Berufstätigkeit, beitragsfreie Zeiten im Arbeitsleben (speziell die Erziehungszeiten bei Frauen) oder auch Jahre als Selbständiger können dazu führen, dass die Rente deutlich niedriger als erwartet und benötigt ausfällt. Deshalb sind tausende auf zusätzliche Einnahmen angewiesen und führen verschiedene Jobs aus. Dies sogar im reichen Starnberg wie die Süddeutschen Zeitung am 16.10.2009 beschrieben hat. Grundsätzlich muss sich jeder Arbeitsnehmer auf reduzierte Zahlungen im Alter einstellen.  

Durch Zusatzverdienste die Rente absichern bzw. aufbessern


Die aktuelle Finanzkrise wirkt sich massiv auf die Einkommenssituation vieler Menschen aus: Kurzarbeit mindert das Gehalt, durch fehlende Aufträge verdienen Selbständige weniger und der Jobverlust birgt besonders hohe finanzielle Risiken. Wohl dem, der einen Anspruch auf feste Bezüge vom Staat hat – meint man. Doch in Zeiten explodierender Staatsschulden kann auch diese Einkommensquelle schnell kleiner werden oder ganz versiegen.
Grundsätzlich muss man sagen, dass aktuell jeder dazuverdiente Euro angesichts einer zunehmend entfesselten Krise mehr Sicherheit bietet für kommende schwere Zeiten. Vor allem Rentnern bieten sich zahllose Möglichkeiten, ihre Rente aufzubessern und sich gegen Einkommensverluste abzusichern. Zeitliche Flexibilität, eine große Lebens- und Berufserfahrung und fachliche Qualifikationen bedeuten gerade für Rentner, sich mit der Investition von etwas Zeit und zuverlässiger Leistung relativ leicht eine Arbeit suchen zu können, die von der Rente ein Stück weit unabhängig macht.

Jeder Rentner darf einen Nebenjob ausüben. Mit erreichen des gesetzlichen Rentenalters von 65 Jahren darf man sogar unbegrenzte Zusatzeinkünfte aus beruflichen Tätigkeiten haben,  wobei der Nettolohn dabei höher ausfällt als bei regulären Erwerbstätigen. Rentner zahlen nämlich für ihre Zusatzeinkünfte keine Abzüge für Arbeitslosen- oder Rentenversicherung, lediglich Steuern fallen an. Die Höhe der Rente ist von diesen Zusatzverdiensten nicht betroffen
Frührentner müssen da vorsichtiger sein: einen 400-Euro-Job darf jeder Rentner auch im Alter unter 65 Jahren ausüben, zwei Mal im Jahr dürfen bis zu 800 Euro hinzuverdient werden. Doch bei einem zu hohen Mehrverdienst kann es sein, dass Frührentner teilweise bis ganz den Anspruch auf ihre Rente verlieren.  Schon geringe Zusatzverdienste reichen daher manchmal, über eine gewisse Lohngrenze zu kommen und so drastische Kürzungen hinnehmen zu müssen. Insofern ist es höchst ratsam, bei allen Tätigkeiten, die mehr Einkommen als 400 Euro bescheren, bei der Rentenkasse den Job zu melden und sich vorab zu informieren, welche Einkommensgrenzen jeweils greifen. Diese richten sich nach dem früheren Einkommen und müssen für jeden Fall gesondert ermittelt werden. Dieses Beratungsangebot sollte auf jeden Fall genutzt werden, andernfalls können massive und nicht vorhersehbare Einkommenseinbußen auftreten.

Bild Rente schrumpft

Die Stellenangebote der Tages- und Wochenzeitungen oder auch das Internet bieten vielfältige Möglichkeiten, einen Zusatzjob zu finden. Gerade zeitlich sehr flexible Rentner finden hier gute Chancen, einen gutbezahlten Job auf Teilzeit- oder gar Vollzeitbasis zu finden. Wer einen Führerschein hat, kann etwa Essen ausfahren oder Personentransporte für Vereine oder karitative Institutionen unternehmen. Hausmeistertätigkeiten oder kleine Reparaturen werden immer gebraucht, auch Tätigkeiten als Betreuer für Kinder, Tiere, Häuser oder Gärten bieten sich für ältere Menschen an.

Die Optionen sind vielfältig und man muss nur die Augen offen halten, um eine geeignete Möglichkeit für sich zu finden, etwas zu seiner Rente hinzu zu verdienen. Gerade das Internet hat einen Raum geschaffen, in dem unzählige Tätigkeiten angeboten und abgerufen werden können. Seiten wie der Internetauftritt der Agentur für Arbeit (www.jobboerse.arbeitsagentur.de) oder www.nebenjob.de sind hier die bekannteren Angebote. Für jede Stadt gibt es mittlerweile aber auch lokale Jobbörsen, die einem die Suche erleichtern. Letztendlich ist auch das aktive Anbieten der eigenen Arbeitskraft ein guter Ansatz, einen Job zu finden: wer seine Fähigkeiten und Dienste per Aushängen in Supermärkten oder anderen Einrichtungen anbietet, sollte schnell auf sich aufmerksam machen und eine Tätigkeit finden können.

Konkrete Jobmöglichkeiten finden sich beim Durchblicken der Kleinanzeigen en masse:

Helfer für Tankstellen und Waschanlagen werden gesucht (7,- bis 8,- €/Std.), für Frühaufsteher eignet sich ein Frühstücksservice per PKW (ab 7,- €/Std.) oder das Liefern von Zeitungen gut, für Nachtaktive Jobs bei Wachunternehmen oder als Nachtportier in Kranken- oder Gästehäusern (ab 5,50 €/Std. plus Schichtzulage).

Mit Hausmeistertätigkeiten lassen sich zwischen 5 und 10 Euro pro Stunde verdienen, Inventurhelfer werden eigentlich immer gesucht (7,- bis 9,- €/Std.), ähnliches gilt für Beaufsichtigungen von Uni-Prüfungen. Marketing- und Meinungsforschungsunternehmen sind eine weitere Branche, wo dauernd Telefonisten für Umfragen gebraucht werden (zw. 8,- und 18,- €/Std.), selbes gilt für Bürohilfen aller Art, hier je nach Grundqualifikation mit hervorragenden Lohnmöglichkeiten.

Kurierfahrten für Medikamente oder kleine Personentransporte sind mit 8,- € und mehr ebenfalls relativ gut bezahlt. Für die direkte Umgebung empfehlen sich Jobs wie Ferienbetreuung von Haustieren, Babysitting oder Gartenpflege (zw. 5,- und 10,- €/Std.).

Und wer sich gut in seiner Heimatstadt auskennt, sollte bei den verschiedenen Stellen für Tourismus anfragen, ob nicht noch Stadt- oder Museumsführer gebraucht werden – hier sind die Verdienstmöglichkeiten besonders gut: 20 Euro und mehr werden hier pro Stunde gezahlt. Spezielle Kenntnisse, z.B. in Fremdsprachen oder Kunsthandwerk, können eine Anstellung beispielsweise bei der Volkshochschule interessant machen.

Für manche Jobs ist eine kurze Schulung nötig, die oft von der IHK übernommen wird; auch ein Führerschein ist sehr hilfreich bei vielen dieser Tätigkeiten.

 

Weiter Vorschläge für Jobmöglichkeiten finden Sie hier:

 


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