Kündigen Sie die Lebensversicherung sofort!
Kapitallebensversicherungen sind reine Papierwerte und Ihnen droht ein massiver Vermögensverlust, wenn Sie länger warten
Kapitallebensversicherungen bringen erstens kaum eine Rendite und sind zweitens aufgrund der weltweiten Krise hochgradig ausfallgefährdet. Neulich sprach ich mit einem Bekannten, der einen tiefen Einblick in die Versicherungsbranche hat, weil er früher für eine der größten Versicherungen gearbeitet hat. Er sagte mir, dass die Lebensversicherungen absolut riskant sind, weil sie ihre Anlagegelder zu ca. 40% in Banktitel investiert haben und auf enormen Bergen an faulen Wertpapieren sitzen. Er bestärkte mich in meinem Ratschlag zur Kündigung und meinte, meine Empfehlung ist absolut richtig und wichtig, denn ein Kollaps der Versicherer ist seiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit.
Das Handelsblatt schreibt am 12.08.2009: "Die deutschen Lebensversicherer schleppen eine Milliardenlast mit sich herum. Um mitten in der Finanzkrise beim Kunden zu punkten, haben fast alle bedeutenden Gesellschaften 2008 in großem Stil Abschreibungen auf riskante Wertpapiere wie Aktien und Investmentfonds vermieden. Es geht dabei im Einzelfall um dreistellige Millionenbeträge, die sich allein bei 16 großen Versicherern auf mehr als fünf Mrd. Euro summieren". Und weiter: "Die Masse ihrer Kundengelder von 670 Mrd. Euro haben die Lebensversicherer in festverzinsliche Wertpapiere gesteckt. In riskanten Anlagen wie Aktien oder Fonds liegen nach Berechnungen der Finanzaufsicht Bafin etwa 13 Prozent. Wegen der Kursstürze im Zuge der Finanzkrise erlaubten die Aufseher den Lebensversicherern Ende 2008 ausnahmsweise, in viel größerem Umfang als bisher Wertverluste nicht abzuschreiben. Viele Lebensversicherer verschleierten daher über den Bilanzkniff des Paragraphen 341b HGB ihre Lage".
Am 29.08.2009 sagte Jürgen Maisch, Finanzvorstand der Gothaer Versicherung, folgendes:
Jeder der jetzt seine Lebensversicherung kündigt, erhält mehr als das aktuelle Guthaben ausmacht
Denn würde die Versicherung für dessen Auszahlung die anteiligen Wertpapiere verkaufen, würde sie auf dem Markt deutlich weniger dafür erlösen. Die traurige Wahrheit ist, dass die jetzigen Beitragszahler die Zeche bezahlen, so wie es bei Schneeballsystemen immer der Fall ist und das Ganze nur so lange funktioniert, wie von unten neues Geld kommt.
AKTUELL: Versicherer müssen nachzahlen
Sie können von den Versicherungen nachträglich Geld verlangen, wenn Sie Ihre Kapitallebensversicherung in den letzten Jahren gekündigt haben – basierend auf einem Gerichtsurteil des Landgerichts Hamburg vom 20.11.2009.
Die drei großen Versicherungsunternehmen Hamburg-Mannheimer, Deutscher Ring und Generali (Volksfürsorge) haben Vertragsklauseln in ihre Kapitallebensversicherungen, die nun für unwirksam erklärt wurden. Der Kläger, die Hamburger Verbraucherzentrale, sieht für etwa 24 Millionen Verbraucher, die ihre Kapitallebens- oder Rentenversicherungen zwischen 2001 und 2007 gekündigt haben, die Möglichkeit, einen Nachschlag zu verlangen, weil die Rückkaufswerte zu niedrig angesetzt seien. Insgesamt werden die dadurch entstehenden Forderungen um die 12 Milliarden Euro betragen.
Die Verbraucherzentrale bietet im Internet Musterbriefe für Erstattungsansprüche an (http://www.vzhh.de/). „Betroffene sollten sofort ihre Ansprüche anmelden“, rät die Verbraucherzentrale. „Die Versicherer werden die Kunden nicht von sich aus informieren, sondern das Problem aussitzen.“
Die Intransparenz der Vertragsklauseln war den Richtern ein Dorn im Auge. Die Tabellen der Versicherungen hätten die darin bereits verrechneten Abzüge verschleiert. Dem Kunden sei „weder das volle Ausmaß seiner wirtschaftlichen Nachteile bei einer Kündigung vor Augen, noch wird eine Vergleichbarkeit mit anderen Angeboten, auch anderen Kapitalanlagen, erreicht“, heißt es in der Urteilsbegründung.
Jedes Jahr werden nach Angaben der Verbraucherzentrale rund vier Millionen Kapital bildende Versicherungen gekündigt. Dann erst würden die Nachteile durch hohe Abschluss- und Vertriebskosten und die nachteilige Kostenverrechnung sichtbar – viele Kunden verlieren dadurch mehrere Tausend Euro. Dieser Missstand werde nun nicht beseitigt, aber gemildert. Wer kündigt, könne etwa die Hälfte des eingezahlten Geldes zurückfordern, so die Verbraucherzentrale. Liege die Kündigung schon länger zurück, sei ein Nachschlag fällig. Überdies sei ein Stornoabzug - eine Art Kündigungsstrafe - nicht mehr erlaubt.
Von dieser Maßnahme sollten Sie unbedingt Gebrauch machen, es geht um bares Geld, das Ihnen rechtlich zusteht. Nutzen Sie die Informationen der Verbraucherzentrale und fragen Sie bei Fachleuten nach. Das Musterschreiben der Verbraucherzentrale Hamburg finden Sie hier.
Kündigen Sie mit professioneller Hilfe und bekommen Sie mehr raus
Weiter möchte ich folgenden Tipp aussprechen: Lassen Sie sich bei der Kündigung helfen und bekommen Sie deutlich mehr Geld! Ein Bekannter von mir, Herr Ulrich Heider, berät seine Kunden schon lange in meinem Sinne und hilft professionell, alle, was Einem wirklich zusteht zu bekommen. Sie finden hier ein Berechnungsformular.
Falls Sie immer noch denken, es wäre nicht so wichtig, dann empfehle ich unbedingt dieses Video. Es ist immer noch besser, Sie verlieren jetzt € 3.000,--, als später € 100.000,--.
Mein Lesetipp zum Thema Lebensversicherungen kündigen: Michael Grant "Der Crash der Lebensversicherungen"
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