Es droht Gefahr - was können Sie wirklich tun?
Wie können Sie sich verteidigen, wenn Sie im Krisenfall bedroht werden?
Hier stellt sich zunächst mal die Frage, rutscht Ihnen im Ernstfall das Herz bis runter in die Hose, oder stehen Sie Ihren Mann? Auch damit müssen Sie sich intensiv auseinander setzen. Natürlich denkt man so cool, wenn jemand kommt, nehme ich den Besenstil und dresche auf ihn ein. So sieht man es ja immer im Fernsehen. Aber entspricht diese Vorstellung der Wirklichkeit und Ihren Fähigkeiten? Im Krisenfall werden wir allesamt ziemlich bedient und entsprechend schlecht drauf sein. Und dann kommen Abends noch vier unangenehme Typen vors Haus und machen Stunk.
Ich sprach mit einer Bekannten, die mit dem Thema Krisenvorsorge sehr vertraut ist. Sie sagte, sie hat sich bei einem Selbstverteidigungskurs angemeldet. Da musste sie mit einem Kunststoffmesser auf ihren Trainer losgehen und sagte erstaunt, das konnte sie nicht. Lassen Sie hier mal den Ernstfall eintreten. Sicher kommen da andere Überlebenstriebe hilfreich mit ins Spiel, aber Sie sollten auch dieses Thema mit einer entsprechenden Wichtigkeit angehen.
Die nachfolgenden Tipps und Empfehlungen werden Sie nicht befähigen, wie Rambo mit einer halben Armee fertig zu werden. Sie sollen Ihnen jedoch ein Gefühl der Sicherheit geben und Ihnen helfen, mit Amateureinbrechern und Störenfrieden zurecht zu kommen.
Prüfen Sie zunächst Ihr Zuhause auf die Sicherheit
Prüfen Sie das Haus oder die Wohnung auf die Sicherheit hin. Hier können Sie als Anhaltspunkt diese Checkliste [130 KB] nutzen. Prüfen Sie, wie übersichtlich das Haus oder die Wohnung ist. Ob es Schwach- oder Einstiegspunkte gibt und ob seitens der Mitbewohner oder Nachbarn eine Gefahr ausgehen könnte usw.
Beobachten Sie Ihre Wohnstätte auch einmal Nachts mit der üblichen Beleuchtung. Wie sieht man hinein? Sieht es für dunkle Gestalten verlockend aus? Gibt es Verstecke für ungebetene Gäste? Beobachten Sie es so und Sie werden manch neue Feststellung machen. Nutzen Sie diese Möglichkeit und schauen Sie sich auch andere Häuser an. Können Sie hieraus Erkenntnisse gewinnen, die Sie für Ihr Zuhause nutzen können?
Haben Sie Erfahrung mit Kampfsport oder Selbstverteidigung?
Das dürfen die meisten nicht haben, ebenso wie persönliche Erfahrungen in einer Schlägerei (Wir sind ja alle friedliebende Menschen). Nur, in Notfall müssen Sie ran und sich und Ihrer Familie schützen. Daher rate ich unbedingt, das Sie sich sofort wenigstens für ein halbes Jahr bei einem Selbstverteidigungskurs anmelden.
Hinterfragen Sie als zweites Ihr Verhalten: Eruieren Sie, ob Sie durch bewusstes oder unbewusstes Verhalten die Aufmerksamkeit anderer auf sich ziehen. Machen Sie den Eindruck, dass bei Ihnen was zu holen ist? Prahlen Sie damit, dass Sie Gold, Silber und umfangreiche Vorräte besitzen? Fahren Sie ein dickes Auto? Tragen Sie teuren Schmuck? Das alles sind Punkte, für die ich Sie sensibilisieren will, denn das wird wichtig.
Drittens müssen Sie in der Lage sein, im Notfall zurückzuschlagen:
Sollte es doch zu Übergriffen kommen, müssen Sie in der Lage sein, effektiv und hart zurückzuschlagen. Dies erfordert eine grundlegende Ausrüstung [124 KB] .
Dabei gilt zu beachten: Welche Waffen sind zulässig? Welche sind tauglich und welche können Sie und Ihre Mitstreiter wirklich anwenden?
Hier die Gesetzesvorgaben zur Notwehr aus dem Strafgesetzbuch:
Sorgen Sie für Ihren persönlichen Schutz
Es kommen folgende Waffen infrage, die Sie besitzen dürfen und deren Anwendung praktizierbar sind:
Fachleute empfehlen das Pfefferspray zur Selbstverteidigung
Das Pfefferspray steht an erster Stelle, weil es von Praktikern als die effektivste Abwehrmaßnahme eingestuft wird. Denn es ist leicht zu verwenden, ist sehr wirkungsvoll und erfordert keine speziellen Vorkenntnisse. Lesen Sie zwei
Aus sicherer Entfernung - das sind hier zwei bis fünf Meter - auf den Angreifer gesprüht, ist dieser bis zu 45 Minuten außer Gefecht gesetzt. Jeder Haushalt sollte davon cirka zehn Stück haben und aufgrund der Tatsache, dass man diese kleinen Dosen in der Manteltasche haben sollte, in der Handtasche, im Auto, Zuhause an zwei oder drei Stellen usw.
Pfefferspraypistole - ein effektives Mittel zur Selbstsicherheit Die einfach zu bedienende Pfefferspraypistole Jet Protector JPX dient zur Tierabwehr und dem eigenen Schutz. Damit kann man jeden Angreifer auf Abstand halten. Die Reichweite beträgt cirka sieben Meter. In Deutschland ist sie zur Tierabwehr zugelassen und darf zu diesem Zweck auch jederzeit Erlaubnisfrei getragen werden. Das Magazin enthält zwei Ladungen, die automatisch nacheinander angefeuert werden können. Es kann blitzschnell gegen ein Neues ausgetauscht werden.

Mit dem Teleskop-Abwehrstock können Sie sich in der Krise effektiv zur Wehr setzen
Als nächstes ist der Teleskop-Abwehrstock zu empfehlen. Er misst zusammen geschoben nur knapp zwanzig Zentimeter. Es ist ein leicht zu handhabendes Schlagwerkzeug, dass Ihnen im Notfall gute Dienste leistet. Mit einem Ruck fährt der Abwehrstock auf knapp fünfzig Zentimeter aus und ist ein massives Schlaggerät. Gerade bei Angreifern mit Messern ist man aufgrund der Länge deutlich überlegen (Wobei man bei einer Bedrohung mit einem Messer immer äußerst vorsichtig sein muss, da Messerattacken lebensgefährliche Verletzungen verursachen). Der Teleskop-Abwehrstock gehört unbedingt zur Sicherheitsgrundausstattung! Davon sollte davon sollte man ein bis drei Stück besitzen. Zum Shop
Mit einer Gewehrarmbrust halten Sie die Störenfriede im Krisenfall auf Distanz
In meiner Prioritätenliste folgt dann die normale Gewehrarmbrust. Trotz der Tatsache, dass es sich hierbei um eine richtige und auch gefährliche Waffe handelt, darf man sie erlaubnisfrei erwerben und besitzen. Das heißt, man braucht hierfür keinen Waffenschein. Eine Armbrust ist viel einfacher als das Pfeil und Bogen zu benutzen und man kann viel präziser damit schießen. Dies wird der Tatsache geschuldet, dass der Bogen bei der Armbrust vorab gespannt wird dann einrastet und man während des Zielens die Kraft nicht aufrecht erhalten muss. Danach kann man in Ruhe zielen und feuern.
Man lernt den Umgang mit der Armbrust sehr schnell. Ziemlich präzise Schüsse schafft man schon nach cirka zehn Schüssen und nach ungefähr fünf Übungsstunden ist man bereits ein geübter Schütze. Das ist wirklich einfacher als man denkt. Wenn man die Armbrust auflegt, trifft man auf 20 bis 25 m ohne Probleme einen Fußball. Ich habe zum Test zwei Frauen schießen lassen, die keinerlei Übung hatten und beide haben bereits bei den ersten Versuchen einen Fußball aus cirka zwanzig Meter Entfernung getroffen. Die Pfeile meines zehnjährigen Sohns schlugen nur Zentimeter um den Ball herum ein. Man kann also wirklich sagen, die Bedienung ist kinderleicht (außer dem Spannen). Daher ist dies eine ideale Waffe, um das unmittelbare Zuhause zu sichern, denn man kann Angreifer auf knapp zwanzig Meter Entfernung abwehren. Mit der Armbrust kann auch einen klaren Warnschuss einen halben Meter neben den Gegner abgeben.
Die Armbrust hat eine enorme Durchschlagskraft. Die Pfeile dringen auf über zwanzig Meter durch einen Lederfußball. Es ist eine sichere und leicht kontrollierbare Waffe, deren Gebrauch Spaß macht und die ein Gefühl der Sicherheit gibt.
Die Sportschleuder ist eine kleine, aber im Krisenfall sehr wirksame Waffe
Dies ist eine effektive Waffe, die sehr bedrohlich ist und deren Treffer sehr unangenehme Folgen haben. Mit etwas Übung kann man auf eine Entfernung von ca. 10 m präzise und verheerend treffen. Die Schleuder ist klein und kann daher leicht überall hin mitgenommen werden. Ich empfehle ein Modell, das die Kugeln im Griff hat, denn damit hat man die Munition stets dabei. Zum Shop
Taschen-, Kampf- oder Wurfmesser
Ein Messer ist ein ziemlich bedrohliche Sache und ein Messerstich ist eine gefährliche und sehr schwer zu behandelnde Verletzung. Daher hat ein Messer für jeden Angreifer eine abschreckende Wirkung. Um die Messer in Notzeiten einsetzen zu können, ist professionelles Training erforderlich, schon alleine wegen der eigenen Verletzungsgefahr. Wurfmesser setzen eine sehr gute Kenntnis voraus, da man wegen der Umdrehung des Wurfmessers die Entfernung genau abschätzen muss. Das ist vor allem in einem Notfall sicher eine zu große Herausforderung. Zudem haben Wurfmesser den Nachteil, dass man bei Fehlwürfen den Angreifer mit einer Waffe ausstattet.
Pfeil und Bogen
Eine Waffe für eine Schussentfernung von cirka fünfzehn bis fünfundzwanzig Metern. Erfordert jedoch Kraft und Übung. Die Spannung muss hier während des Zielvorgangs aufrecht erhalten werden (Außer bei professionellen Compoundbögen). Das wird nur einigermaßen gut funktionieren, wenn man Übung hat. Bogenschießen macht grundsätzlich Spaß und ist ein schöner Sport. Das kennen alle die paar Mal damit geschossen haben. Nach einer Übungszeit von cirka vier Stunden ist man im Wesentlichen damit vertraut und man sollte auch gut treffen. Aufgrund der Größe des Bogens braucht man Platz und im Notfall ist ein Bogen nicht so flexibel, was den Transport wie auch das Schiessen zum Beispiel aus einem verbarrikadierten Fenster angeht. Ich würde daher eine Armbrust vorziehen.
Strenge Sicherheitsregeln beachten
Waffen, die nicht infrage kommen
Empfehlung eines Polizisten


