Der Fondsmanager Peter Sorrentino geht von einer steigenden Goldnachfrage aus, sieht aber auch ein Ende der Rally. Der Manger vom US-Vermögensverwalter Huntington Asset Advisors sieht Gold in luftigen Höhen. Ende April könne Gold sogar über 2000$ klettern, so seine Prognose. Der Anstieg letztes Jahr war eine Reaktion auf den labilen Finanzsektor. Die Korrekturphase war von diversen Pleiten und viel Manipulation geprägt, doch dieses Phase ist nun vorbei. Der eigentliche Wert von Gold wird immer mehr wahrgenommen. Viele Länder welche noch an US-Schuldscheinen festhielten stoßen diese nun ab und investieren bevorzugt in Gold. China hat zuletzt 32 Milliarden US-Schuldscheine veräußert und kauft nun Gold. Ein Blick rund um den Globus zeigt wie sehr Gold gehamstert wird. In Rußland und Venezuela sind die Goldbestände schon verstaatlicht. Die Minen müssen ihr Produktion an den Staat verkaufen. Dies zeigt wie sehr man dem edlem Metall in Regierungs- und Insiderkreisen vertraut - mehr wie jeder Währung. Hier ein Link zu dem Interview mit Peter Sorrentino.
Neben dem bekannten Trend der Chinesen und der Inder den Goldmarkt zu kapern, kommt der Angstkauf im Sektor Gold in Mode. Die FED versucht auf Biegen und Brechen die Zinsen wie die Inflationrate künstlich niedrig zu halten. Dass dies auf Dauer nach hinten losgeht ist klar. Charles Kadlec z.b: geht davon aus dass man für Waren die heute 100$ Wert sind in 20 Jahren mindestens 150$ zahlen wird (Vorrausgesetzt der Dollar lebt noch so lange). Die schleichende Enteignung greift im Sektor der Edelmetalle allerdings nicht. Gold ist ein zeitloser Wert. Hier lesen sie zu den aktuellen Geschehnisse rund ums Gold. Auch in diesem Artikel kommt man zu dem Schluss dass Geld lange vor Gold wertlos werden wird. Allein wenn man die Bestände der Zentralbanken anschaut, merkt man dass diese Banken immer mehr Wert auf physisches Gold legen. 2011 war seit 1964 das Jahr in dem die Banken am meisten physisches Gold gekauft haben. Der Run der Notenbanken auf das gelbe Metall könnte einem zum Denken geben.
Die Volksrepublik China hat Indien als größten Gold-Konsumenten abgelöst. Wie der World Gold Council berichtet, sank in Indien im letzten Quartal 2011 die Nachfrage nach Goldschmuck, Münzen und Barren um ganze 42,1%, während Chinas Nachfrage mit 190,6 Tonnen leicht anstieg. Für das ganze Jahr 2011 bleibt Indien aber nach wie vor der größte Gold-Verbraucher mit fast 1000 Tonnen. Zum Vergleich: Auf der ganzen Welt wurden 2011 3450 Tonnen Gold gekauft und verarbeitet. Der indische „Hunger nach Gold“ macht also fast 1/3 der weltweiten Nachfrage aus. Das macht deutlich, wie wichtig Indien, aber natürlich auch China, für die Goldpreisentwicklung ist. Immerhin ist Indien trotz des Rückgangs nach wie vor für 27% der globalen Nachfrage verantwortlich. Gestern diskutierten wir an dieser Stelle, die momentan stagnierende Entwicklung des Goldpreises. Bedenkt man nun, dass in Indien die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall stark gesunken ist, und gleichzeitig die Weltwirtschaft schwächelt, die immerhin 12% Gold verbraucht, könnte dies ein Grund dafür sein, warum der Goldpreis momentan keinen klaren Aufwärtstrend aufweist.
Die meisten Staaten stocken zur Zeit ihre Golsreserven auf. So z.b: die Phillipinen um 19,4 Tonnen. Das meiste Gold kam dafür angeblich aus den phillipinischen Minen. Neben den Phillipinen stockten auch Russland ( +9,8 Tonnen) Weißrussland (+6,3 Tonnen) Kasachstan (+3,1 Tonnen) und die Mongolei (+1,2 Tonnen) auf. Hier der Artikel von Goldreporter dazu. Das Aufstocken ist ein eindeutiges Zeichen. Im vergleich zu Gold und Silber sind alle Fiat-Währungen zu instabil. Die Fiat-Währungen sind nicht nur in ihrem Kurs instabil, es kann auch zur Enteignung kommen. Durch Quantitiative Easing (QE), der Lockerung der Geldpolitik, pumpen die Zentralbanken der großen Wirtschaftsmächte viel Geld auf den Markt. Dies soll zunächst die Liquidität der Wirtschaft fördern. Doch läuft diese wieder, ist diese Schwemme mit künstlich generiertem Geld eher negativ zu sehen. Diese künstliche Zinsdrückerei kann Investitionen auslösen welche sich unter Marktbedingungen nicht rechnen - das Zitat aus diesem Artikel bringt die darin lauernde Gefahr auf den Punkt.
"Es drängt sich der Verdacht auf, dass es den Notenbanken in Wahrheit um etwas anderes geht: Sie wollen die Zinsen unter die Inflationsrate drücken, um ihre Staaten durch negative Realzinsen zu entschulden. Auf der Strecke bleiben deren Gläubiger. Die nämlich werden kalt enteignet."
Privatpersonen dürften davon weniger direkt Betroffen sein, meistens sind die Gläubiger die Banken. Doch diese werden dann durch Bailouts "gerettet", welche der Bürger durch seine Steuern bezahlt. Über Ecken werden also die Bürger durch ein sehr komplexes und kaum zu durchschauendes System enteignet.
In einer Aktion, die sich eigentlich nur als Komödie beschreiben lässt, folgte das jüngste Strategietreffen der US-Notenbank Federal Reserve direkt auf die jüngste Rede des US-Präsidenten zur Lage der Nation. Den einen Tag malte der US-Präsident ein rosiges Bild von einem Land, das wiedererstarkt und sich in einer Erholung befindet, und am nächsten Tag setzte sich die Fed mit der bitteren wirtschaftlichen Realität auseinander, nur um sich dann zu dem beispiellosen Versprechen hinreißen zu lassen, die Zinssätze mindestens für zwei weitere Jahre nahe null zu halten! Gold sprang nach dieser Meldung umgehend auf die Marke von USD 1.710 pro Unze.
Warum tat er es? Wegen der schlagartig steigenden Furcht vor Inflation und Dollarcrash nach solchen Meldungen? Der Autor stellt dazu fest, dass der wirkliche Golpreistreiber nicht Aktienmärkte und Finanzkrisen sind, sondern ein dritter, fundamentaler Faktor, dessen Vernachlässigung ein Verständnis der Goldpreisentwicklung unmöglich macht. Diese These der Unabhängigkeit des Goldpreises vom Aktienmarkt und von Dollar-Schwankungen untermauert er mit empirischen Daten.
Ungeachtet dessen vergisst er nicht den Hinweis, dass Gold trotzdem der einzige Vermögensschutz vor der globalen Schuldenfalle ist und bleibt.
Gold sollte aufgrund der anhaltenden Liquiditätsspritzen der Zentralbanken stark nachgefragt bleiben. Auch das niedrige Zinsumfeld diesseits und jenseits des Atlantiks mit daraus resultierend geringen Opportunitätskosten für die Goldhaltung sprechen weiter für das gelbe Edelmetall.
Die geringen Opportunitätskosten bedeuten, dass dem Anleger kaum Renditen und Gewinne aus anderen Anlagen entgehen, wenn er in Gold umschichtet. Für physisches Gold fallen natürlich überhaupt keine zählbaren Gewinne an, doch in diesen Zeiten sollte man allein den langfristigen Werterhalt als Gewinn betrachten.
Peter Schiff, Betreiber des Unternehmens Euro-Pacific-Metals, bittet James Rickards, den Autor des Buches „Currency Wars“, zum Interview und um eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung des derzeit scheinbar unaufhaltsam aufstrebenden Goldpreises.
Rickards, dessen politische Laissez Faire Standpunkte stramm republikanisch sind, versteht unter Währungskriegen einen Abwertungswettlauf zwischen auf dem Weltmarkt konkurrierenden Nationen, die sich durch stufenweise Schwächungen der eigenen Währung Wettbewerbsvorteile im Außenhandel versprechen. Sie wirken laut Rickards als Zerstörer von Vermögen, da es in Zeiten dieser "Kriege" fast keine wirtschaftlichen Anker mehr gibt. Seit 2010 befinden wir uns nun im dritten Währungskrieg der jüngeren Geschichte, in dem inflationäre und deflationäre Einflüsse (natürliche wirtschaftliche Depression vs. staatliche bzw. von Zentralbanken geleitete Lockerungsmaßnahmen) gegeneinander wirken und irgendwann in die eine oder andere Richtung ausbrechen werden. Angesichts eines nicht auszuschließenden Dollarzusammenbruchs befürchtet Rickards eine Aktivierung des International Economic Emergency Powers Act (IEEPA), eines Gesetzes, dass es dem US-Präsidenten erlaubt, in umfassendem Ausmaß Vermögensbestände einzufrieren bzw. zu konfiszieren. Gerade die brisanten und potentiell unheilvollen Verquickungen zwischen den USA und China sieht Rickards hier in einer Schlüsselrolle. Zum Ende des Interviews folgen Rickards persönliche Empfehlungen, welche Zusammensetzung des Portfolios auf die verschiedenen Szenarien am flexibelsten reagiert.
Nachdem der Goldpreis im Dezember um 10% einbrach, fragten sich zahlreiche Investoren, ob dem Goldbullenmarkt jetzt die Puste ausgeht. Das war, bevor der Chef der US-Notenbank Federal Reserve mit einem „roten Tuch“ die Arena betrat, um den Goldbullen wieder richtig anzustacheln. Seitdem die Fed bekräftigte, sie würde die Zinssätze zwei Jahre länger auf „außerordentlich niedrigen Niveaus“ halten, hat sich Gold um 3% verteuert. UBS beschrieb die Situation mit den Worten: „Wenn Investoren einen [weiteren] Grund gebraucht haben, warum sie Gold halten sollten, dann haben sie ihn gestern bekommen … eine stärkere Lockerungspolitik ist eine sehr gute Grundlage für den nächsten Aufwärtsschub von Gold.“
Gold, Silber und Edelmetallschmuck ist der in China am stärksten wachsende Einzelhandelsbereich. Dies ist u.a. ein Grund für den Run der Asiaten auf den Goldmarkt. Lese sie hier den ganzen Artikel.
In diesen 3 Charts wird der Goldpreis in Relation mit dem Dow-Jones und dem DAX gesetzt. Die Trends im DAX verhalten sich seit den 50ern wie Schienen.
Der Goldpreis drehte zum Wochenauftakt deutlich ins Minus – die technische Korrektur scheint weiterzugehen.
Auszug aus dem Artikel:
"Das Scheitern an charttechnischen Widerständen im Bereich von 1.760 Dollar trübte die Marktstimmung zusätzlich ein."
Zur Erklärung der Charttechnick eine Definition aus Wikipedia:
"Eine Chartanalyse ist eine Vielzahl einzelner Techniken, die eine Vorhersage zukünftiger Börsenkurse anhand historischer Kursentwicklungen (zum Beispiel Trends) anstreben. Diese heute auf einigen Märkten vorherrschende Art der praktischen Finanzanalyse stellt sich primär die Aufgabe, geeignete Zeitpunkte zum An- und Verkauf von Finanzwerten zu identifizieren. Zur Unterstützung der Prognosen werden verschiedene Indikatoren herangezogen."
Sollte sich die Finanzkrise in oder besser durch Griechenland weiter verschlimmern, wird auch die "Charttechnik" den Goldpreis nicht daran hindern durch die "Decke" zu schießen.
“Gold doesn’t really create wealth, it’s just a sterile asset. It doesn’t have a cash flow and it doesn’t have a balance sheet or a P/E ratio. When the gold price is rising, what you are doing is taking wealth that’s already been created and is in the hands of people who own a fiat currency and it’s taking the wealth away from the people who own that fiat currency and putting it into the hands of people who own gold. So you have this wealth transfer taking place. My expectation is that this wealth transfer is going to be one of the most phenomenal ones in monetary history. And to be part of it you have to own physical gold and silver, this is what you need to do to take advantage of it.”
James Turk untermauert hier nochmals was vielen schon klar sein dürfte.
Ein überaus positiver Bericht zum US-Arbeitsmarkt am Freitag, daraufhin ein Hüpfer der Aktienkurse in den USA und in Europa nach oben, aber die Preise von Gold und Silber reagieren erst einmal negativ. Wie reimt sich das zusammen?
Die Antwort ergibt sich aus dem komplexen Zusammenhang von wachsenden Schuldenbergen, Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur hüben wie drüben, anhaltenden Versuchen zur Euro-Rettung (nach wie vor mit Griechenland im Fokus) und Investoren, die all das auf ihre Weise mit wechselnder Vorliebe mal für die eine, mal für die andere Anlageklasse quittieren.
Zusammenfassen liesse sich Gbureks Artikel so: wie man die ökonomischen Entwicklungen und Fundamentaldaten auch dreht und wendet, mit Gold bleibt man der Verliererstraße mit höchster Wahrscheinlichkeit fern.