Max Otte

Der Crash kommt

 



Max Otte


Als Vermögensberater und Fondsbetreiber kennt der Mann das Fach. Max Otte ist wie kaum ein Anderer seiner Kollegen in die Wirtschaft involviert, weil er eben nicht nur am Rednerpult zahlreicher Universitäten steht, sondern auch hinter dem Vorhang der Ökonomie tätig ist. Das verleiht ihm einen bewundernswert souveränen Blick auf das Geschehen.

Herr Otte ist keiner, der apokalyptische Szenarien entwerfen muss, um sein Buch zu verkaufen. Vielmehr erscheint er als ein neutraler Beobachter eines großen und komplexen Geschehens. Als aktiver Unternehmer ist er davon überzeugt, dass die  Finanzmärkte nicht zwingend eine Einbahnstraße in Richtung Zusammenbruch sein müssen. Auf der anderen Seite sind sie aber eben auch keine Einbahnstraße mit der garantierten Richtung unendliches Wachstum. Der Autor ist damit nicht in eine Ecke mit den zahlreichen Krisenpropheten zu stellen. Genau das macht ihn glaubhaft und sein Buch so lesenswert. 

Neben wirklich nützlichen Tipps zur privaten Krisenvorsorge findet sich in dem Buch als Herzstück die Analyse der finanziellen Gesamtsituation der Welt. Die Lektüre ist auch als Laie leicht zu verstehen und eignet sich sowohl als Einstieg in die Thematik, als auch als Weiterführung für bereits Fortgeschrittene. Besonders das Kapitel „Das Imperium der Schulden“ verdeutlicht die Leichtsinnigkeit, mit der Regierung und Notenbanken, sowie die privaten Haushalte und Unternehmen immer weiter an unserem wirtschaftlichen Fundament nagen.

Dank des zweiten Teils ist das Buch kein Titel, der nach einmaligem Lesen im Regal verstaubt, sondern ein Ratgeber, der immer wieder einmal vorgeholt werden kann, auch um einfach nur seine persönlichen Ausgaben und Einnahmen zu überdenken, und Ineffizienzen aufzudecken.

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