Versicherungen, die jeder braucht
Private Haftpflicht:
Die private Haftpflicht ist die erste Versicherung, die abgeschlossen werden muss, sie ist für jeden, unabhängig von der jeweiligen Lebenssituation, ein absolutes Muss. Unfallgefahren, die schnell den privaten Bankrott bedeuten können, lauern überall. Die Versicherungssumme Ihrer Privathaftpflicht sollte mindestens drei Millionen Euro betragen. Diese Versicherung gibt es zwischen 30 und 150 Euro im Jahr und gilt fast immer für die ganze Familie. Wichtig hierbei ist, eine „Forderungsausfalldeckung“ im Vertrag stehen zu haben: Sollte derjenige, der Sie geschädigt hat, keine Haftpflicht besitzen, kommt Ihre Versicherung für den Schaden an Ihnen auf.
Berufsunfähigkeitsversicherung:
Eine der wichtigsten Versicherungen für alle Arbeitnehmer und Selbständigen: Sollten Sie nicht mehr in Ihrem angestammten Beruf arbeiten können, greift diese Versicherung. Sie ist nicht gerade günstig und relativ schwer zu bekommen; ältere oder chronisch kranke Menschen bekommen diese Versicherung kaum oder müssen viel dafür bezahlen.
Trotzdem: Diese Versicherung ist nahezu alternativlos, die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist kein guter Ersatz, in vielen Fällen reicht die Frührente kaum zum Leben. Häufig lohnt sich eine Kombination mit einer Risikolebensversicherung: Wenn Sie beide im Paket abschließen, kann der Gesamtbeitrag sogar niedriger sein als der Einzelbeitrag. Beachten Sie, dass Sie eine laufende Erhöhung der Leistung (Dynamik) vereinbaren und lassen Sie sich die Möglichkeit einer Nachversicherung einräumen – so können Sie flexibel auf neue Lebenssituationen reagieren, z.B. auf die Geburt eines Kindes, und die Leistung erhöhen. Zentraler Punkt ist bei der Berufsunfähigkeitsversicherung die Gesundheitsprüfung: Antworten Sie wahrheitsgemäß und beraten Sie sich mit einem Arzt.
Mit dieser Versicherung sollten Sie nicht lange warten, denn mit steigendem Alter werden auch die Versicherungen skeptischer und prüfen Ihren Antrag akribisch auf etwaige Risikofaktoren, von denen Sie selbst vielleicht noch gar nichts geahnt werden. Kleine Normabweichungen können sich dann in teuren Risikoprämien niederschlagen.
Unfallversicherung:
Normalerweise reicht etwas Geld auf einem Extra-Konto, um nötige, selbst zu zahlende Zahnarztbesuche begleichen zu können. Nur wer auf Nummer Sicher gehen will und viel Wert auf ein Filmstar-Lächeln legt, für den könnte diese Versicherung interessant sein.
Für jeden wichtig, der keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt, z.B. Hauptverdiener mit Kindern, Menschen ohne gesetzlichen Unfallschutz, Hausfrauen und -männer, Rentner, Kinder und Selbständige. Im Falle eines Unfalls mit dauerhaften Schäden zahlt diese Versicherung einmalig oder in Monatsraten, in der Höhe abhängig von vereinbarter Leistung und Invaliditätsgrad. Achtung: Wählen Sie eine Progression von 225 Prozent. Damit steigt die Leistung mit dem Grad der Invalidität. Sie sollten für die Höhe der Zahlung, je nach Beruf und Alter, ungefähr das Vier- bis Sechsfache des Bruttojahreseinkommens versichern.