Prüfen und sichern der Geldanlagen
|
Die erste wichtige Sache ist es, alle Geldanlagen und Vermögenswerte zu prüfen. Die meisten Anlageformen beinhalten im Falle einer Krise große bis sehr große Risiken und werden starke Wertverluste aufweisen. Daher müssen Sie sich zunächst einen Überblick verschaffen. Machen Sie dies bitte ohne einen konventionellen Berater, der die üblichen Anlagen wie Festgelder, Aktienfonds, Rentensparpläne, Schatzbriefe, Anleihen, Immobilien, Zertifikate usw. empfiehlt bzw. von deren Verkauf lebt und sagt, „so eine Krise kommt vielleicht in 30 Jahren oder so. Darüber brauchen Sie sich noch keine Gedanken zu machen“. Solch ein Berater bringt nicht viel. Ich habe in den letzten Jahren mit vielen „Finanzexperten“, seien es Banker, Anlage- und Finanzberater, gesprochen und war erschrocken, wie wenig diese darüber wussten. Anzunehmen ist jedoch, dass sie mehr wissen, aber natürlich ihre Welt vertreten (müssen). Es ist leider so, dass sie mit den konventionellen oder eigenen Produkten deutlich mehr verdienen, als mit dem richtigen Hinweis auf Gold und Silber. Viele Geldanlagen sind leider auf Papier gebautVorab möchte ich folgende Warnung aussprechen: Die folgende Analyse ist ziemlich konsequent und geht mit fast allen bekannten Geldanlagen hart ins Gericht. Leider konnte ich nach langen Überlegungen und dem analysieren vieler Studien zu keinem anderen Schluss kommen. Wenn man die verschiedenen Anlagemöglichkeiten anschaut und gröbere Verwerfungen der Weltfinanzen als wahrscheinlich erachtet, erkennt man mehr denn je, dass es die „garantierte“ Geldanlage nicht gibt! Anzunehmen ist, dass man mit Edelmetallen und landwirtschaftlichen Anlagen richtig liegt. Alle Werte und Investments, auf die wir derzeit bauen, setzen eine intakte und stabile Umgebung voraus, die Planungen möglich macht und Investitionen als interessant erscheinen lässt. Schauen wir uns die wesentlichen Anlagen an: |
Kapitallebensversicherungen jetzt und in der KriseDie Renditen dieser Geldanlage liegen bei nur knapp 3%. Die wirkliche Inflation beträgt seit einigen Jahren aber ungefähr 8% und wird die nächsten Jahre kaum niedriger sein. Dies bedeutet nichts anderes, als dass man mit solchen Verträgen bereits jetzt ständig Geld verliert. Im Krisenfall können Sie zuschauen, wie die versprochene Ablaufleistung sich in Luft auflöst. Die Versicherungsunternehmen sind gesetzlich angehalten, einen hohen Teil der Anlagegelder in Staatspapieren und Anleihen zu halten, also in reinem Papiergeld. Wie die Aussichten im Krisenfall sind, muss ich sicher nicht näher erläutern. Aufgrund der niedrigen Zinsen der letzten Jahre wäre es mehr als ein Wunder, wenn die Versicherungen keine konstruierten Finanzprodukte im Portfolio hätten. Gerade diese Branche musste nach dem Aktieneinbruch vor einigen Jahren besonders auf eine gute Rendite erpicht gewesen sein. Wenn da Experten der großen Investmentbanken kamen und Anlageprodukte mit einer Rendite von 5,5% statt nur 3,5% und mit einem Triple-A-Rating angeboten haben, war die Versuchung sicher groß, hier zuzuschlagen.
Kündigen Sie die Kapitallebensversicherung sofort! Es gibt zwar spezielle Firmen, die Kapitallebensversicherungen steuerunschädlich aufkaufen und weiter führen, jedoch dauert die Prüfung ziemlich lange und dann kann es immer noch sein, dass sie den Kauf ohne Angabe von Gründen ablehnen. Dies ist mir zweimal so ergangen. Ich habe dadurch Monate verloren. Da ich den Prozess aber schon vor knapp 2 Jahren begonnen habe ist er mittlerweile abgeschlossen. Im Regelfall dauert die Kündigung einer Lebensversicherung bis zum Geldeingang auf Ihrem Konto knapp 3 Monate. Lesen Sie hier, wie Sie am Besten vorgehen.
|
Wie krisensicher sind Aktien?
Viele Denken, Aktien – also Beteiligungen an Firmen sind – eine sichere und stabile Geldanlage. Dies stimmt durchaus, wenn man einige wichtige Punkte berücksichtigt. Zunächst sollte man gut überlegen, welche Firmen oder Branchen im Krisenfall zu den Gewinnern bzw. Verlierern gehören werden. Stark fallen werden sicher Unternehmen aus den bereichen Möbel, Touristik, Luxusbekleidung. Zu den Gewinnern zählen beispielsweise die Energieversorger, Rüstungskonzerne, Telekommunikation, Lebensmittelhersteller und - händler. Weiter wissen wir, dass bei Aktien die Psychologie eine entscheidende Rolle spielt und schon schlechte Meldungen oder Gerüchte den Aktienkurs von Firmen deutlich heben oder senken können. Im Krisenfall würden hierbei verstärkt Achterbahnbewegungen passieren und man würde schnell erkennen, dass Aktien kein echter Sachwert, sondern ein Kurswert - ein monetärer Wert - sind.
Aktien sind eine gute Anlage, allerdings ist das bestehende Preisniveau seit Jahren in einem (zu) hohen Bereich. Es ist mit einem radikalen Stimmungs- und Kurseinbruch zu rechnen und dies wird massive Wertverluste mit sich bringen. So fiel zum Beispiel die Aktie von General Electric in der Weltwirtschaftskrise 1929 von 325,-- $ auf 10,-- $.
Sind Aktienfonds die Lösung im Krisenfall?
Diese Fonds bestehen aus Aktien und deshalb gilt hier natürlich das Vorgenannte. Die Zusammenstellung wird vom Fondsmanagement gemacht und daher hat man hier keinen direkten Einfluss, sondern ist von deren Entscheidungen abhängig. Deshalb sollte man zunächst entscheiden, welchem Fonds man sein Geld anvertraut. Im Krisenfall ist auch hier mit deutlichen Kurseinbrüchen zu rechnen, da sich auch solche Fonds – ebenso wie Dach-, Immobilien-, Energiefonds und ähnlichen – dem Markt nicht entziehen können.
Nachteilig ist hier, dass man keinen greifbaren Sachwert in den Händen hält, sondern ein Stück Papier und man viel Vertrauen aufbringen muss. In den letzten Monaten wurden mehrere Fonds von den Initiatoren - dies betraf Fonds der Deutschen Bank und der Raiffeisenbanken - einfach geschlossen und die Anleger kamen weder an ihr Geld, noch konnten sie die Anteile veräußern. Was denken Sie, was da erst einmal im Krisenfall passieren wird?
Was passiert mit Bundesschatzbriefe, Sparbriefe und Anleihen im Krisenfall?
Das sind reine Papiergeldformen, deren Wert ausschließlich auf dem Vertrauen der Menschen und dem Aufrechterhalten der derzeitigen Währung basiert. Beides ist eher wackelig und unsicher. Zwar sagen viele, hinter Staatspapieren steht der Steuerzahler und daher sind diese Papiere sicher. Aber wir wissen, dass die meisten Staaten schon heute pleite sind und eine Rückzahlung der immensen Staatsverschuldung nicht einmal in Erwägung gezogen wird. Alte Schulden – und sogar die Zinslasten – werden meist mit neuen Schulden bedient. Durch eine große Verunsicherung oder die eine oder andere Finanzkatastrophe können diese Werte von heute auf morgen erledigt sein. Daher auch hier der klare Rat: Kündigen Sie, lösen Sie auf, was geht, und holen Sie Ihr Geld da raus. Kaufen Sie lieber Gold und Silber, parken Sie das Geld auf Tagesgeldkonten oder legen Sie einen Teil in Schweizer Franken an.
Oder sind sonstige Bankguthaben (Sparbücher, Sparpläne etc.) krisensicher?
Auch hier gilt: Nichts wie raus. Holen Sie Ihr Geld und retten Sie es. Einerseits droht wie beschrieben eine deutliche Abwertung oder der weitestgehende Verlust, andererseits aber auch die Pleite der Bank. Was tun Sie, wenn die Bank plötzlich nicht mehr öffnet? Dann stehen Sie vor der Bank, brauchen dringend Geld, kommen nicht ran und das Guthaben verliert rapide an Wert. Vielleicht glauben Sie ja Ihrem Banker, der sagt, Ihr Geld ist sicher, weil wir ja den Einlagensicherungsfonds haben. Leider sagte er Ihnen nicht, dass dieser Sicherungsfonds, nur ein Volumen von ca. 4,5 Mrd. Euro aufweist, aber derzeit bei deutschen Banken Guthaben von ca. 1,3 Billionen liegen. Es ist wie bei dem Spiel „die Reise nach Jerusalem“, nur dass hier nicht eine Person zu viel ist, sondern zehntausende Sparer. Viele davon würden in einem solchen einem Fall leer ausgehen. Ich hoffe, Sie gehören nicht dazu.
Was passiert mit Immobilienfonds (Offene oder geschlossene) im Krisenfall?
Diese Anlagen sind schon in normalen Zeiten keine einfache Anlage, weil man dabei sehr unflexibel ist. Es gibt hierfür keinen etablierten Markt. Dazu kommt, dass sehr viele Fonds nicht die versprochene Rendite bringen. Schlimmer, viele Fonds sind so konstruiert, dass die Anteilhaber sogar zu Nachschüssen verpflichtet sind. Weil oft mehr versprochen wurde als der Markt hergibt und gerade solche Fondsobjekte über den wirklichen Bedarf hinaus errichtet wurden, lassen sich kaum oder nur schlecht vermieten und somit kommt eine Unterdeckung zustande. Die Fondsobjekte sind oft hoch verschuldet und im Krisenfall kann genau dies zur Todesfalle werden: Hohe, feste Rückzahlungsraten für Zins und Tilgung, andererseits reduzierte Einnahmen durch Leerstände oder niedrigeren Mieteinnahmen.
Sind Unternehmensbeteiligungen die Absicherung gegen die Finanzkrise?
In der Bundesrepublik stellen die Unternehmen der knapp 4 Millionen Selbstständigen ihr wesentliches Vermögen dar. Ob diese Firmen den Crash überstehen, steht in den Sternen. Aufgrund der schlechten Eigenkapitalquote in Deutschland werden die meisten die Krise nicht überstehen. Die letzte Weltwirtschaftskrise haben 30% der Unternehmen nicht überlebt und entsprechend haben Millionen von Selbstständigen ihr gesamtes Vermögen und Ihre Altersvorsorge verloren.
Grundsätzlich stellt sich bei jeder Unternehmensbeteiligung die Fragen, ob sie die Krise überstehen und danach Überschüsse erzielen, um Ihren Eignern eine Gewinnbeteiligung bezahlen zu können. Bei der letzten Weltwirtschaftskrise hat es – branchenabhängig – oft eine sehr lange Zeit gedauert, bis hieraus wieder Erlöse zu verzeichnen waren.
Prüfen Sie nun Ihre Geld- und Vermögensanlagen und überlegen Sie bitte, ob Ihre Geldanlagen krisenfest sind. Nutzen Sie hierzu die Checkliste Finanzen [153 KB] und leiten Sie die notwendigen Maßnahmen sofort ein. Zögern Sie nicht!
Liquidieren Sie alle ungünstige Anlagen, horten Sie einen guten Bargeldvorrat und legen Sie das Geld höchstens kurzfristig auf Festgeldkonten.