Dinkel: sichere und schmackhafte Grundversorgung

Der lange vergessene Dinkel wird immer beliebter. Angesichts seiner vielen Vorteile wundert die Renaissance kaum. Vor allem der Vergleich mit unserem herkömmlichen Hauptnahrungs-Getreide Weizen rückt den Dinkel in ein sehr vorteilhaftes Licht. Da fragt man sich eher, wie das Supergetreide überhaupt in der Versenkung verschwinden konnte und warum sich die Gesellschaft einer weit weniger gesunden Alternative verschrieben hat. Was ist es wohl, das dem Menschen wichtiger als seine Gesundheit war?

Vorteile

Die Antwort auf diese Frage wissen Sie natürlich selbst: es sind das liebe Geld, die Umsätze, die Größenexpansion. Der Dinkel samt des „Ablegers“ Grünkern geriet in Vergessenheit, als die Landwirtschaft industrialisiert wurde und funktional-ökonomische Kriterien zum Maß aller Dinge wurden. Mit Weizen ließen sich die Erträge um bis zu 40 Prozent steigern und die Profite deutlich erhöhen. Es entfiel der beim Dinkel notwendige Arbeitsschritt der Entfernung der Spelz-Schale im sogenannten Gerbgang.

Zudem spricht der Weizen gut auf Kunstdünger an, während sich der Dinkel von chemischen Düngemitteln nicht beeinflussen lässt. Im Prinzip ist das jedoch schon wiederum ein Punkt, der FÜR und nicht gegen Dinkel spricht, außer man macht sich Sorgen um die Umsätze der chemischen Industrie. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, bietet der heutige, hochgezüchtete Weizen den Vorteil, ohne die Fungizide und andere „Pflanzenschutzmittel“ teils gar nicht bis zur Ernte überleben zu können.

Es überrascht hier kaum, dass vor allem Bio-Landwirte trotz des geringeren Ertrags und des höheren Arbeitsaufwands Vorteile sehen: Dinkel gilt als sehr robust und wetterbeständig und lässt sich auch auf kargen, steinigen Böden bis in ca. 1.000 Meter Höhe anbauen. Und selbst die Extra-Arbeit mit der Spelzhülle ist nicht nur ein Nachteil: sie schützt nämlich das Korn vor Schädlingen, Pilzen und allen möglichen Umwelteinflüssen und dürfte ein Hauptgrund für die Widerstandsfähigkeit sowie die hohe Nährstoffdichte dieses Getreides sein.

Doch damit fangen die Vorteile erst richtig an: Dinkel gilt als äußerst verträglich und hat eine ausgleichende Wirkung auf die Verdauung, anstatt sie zu belasten. Auch auf das Säure-Basen-Verhältnis im Körper wirkt sich Dinkel weit positiver aus als Weizen und andere Getreidesorten.

Ein weiterer Vorteil ist das Fehlen eines Hauptnachteils des Weizens, nämlich des immer höheren Glutengehalts. Dieser führt neben der Hochzüchtung des Weizens allgemein bei immer mehr Menschen zu Weizen-Unverträglichkeit.

Die genannten Vorteile gelten natürlich für jeweils vergleichbare Verarbeitungszustände des Getreidekorns. Optimalerweise sollte man bekanntermaßen bei jedem Getreide möglichst frisch vermahlenes Vollkornmehl verwenden, wenn man in den Genuss aller Mineralien und sonstigen Inhaltsstoffe gelangen möchte. Noch scheint Weißmehl zwar wegen der scheinbar „leichteren“ Genießbarkeit und aufgrund mangelnder allgemeiner Informiertheit beliebter, erweist sich jedoch in immer mehr Studien und aufgrund der wachsenden schlechten Erfahrungen mit den Resultaten des langjährigen Verzehrs als durch und durch ungesund. Dennoch enthält selbst stark verarbeitetes Dinkel-Weißmehl immer noch mehr Mineralstoffe (u.a. Eisen und Magnesium) und Spurenelemente (u.a. Zink und Kupfer) als das herkömmliche Weizen-Weißmehl. Auch der Gehalt an Kieselsäure, die dem Körpergewebe Festigkeit und Elastizität verleiht und insbesondere Haut, Haare und Nägel gesund hält, ist in Dinkel besonders hoch. Last but not least enthält Dinkel auch mehr Vitamine als der beste Weizen. Generell sieht es nicht nur in Sachen Quantität sondern auch in Sachen Qualität der Nährstoffe beim Dinkel besser aus.

Die Vorteile des Dinkels werden mindestens so lange erhalten bleiben, wie dieses Wundergetreide nicht in ähnlicher Weise und in ähnlichen Größendimensionen wie der Weizen ausgeschlachtet wird.

Lagerung und Verzehr

Dinkel kann man entweder als mehr oder weniger „rohes“ Korn (mehr dazu hier), als Mehl oder in Form verzehrfertiger Dinkelprodukte einlagern. Die ersten beiden Möglichkeiten sind zwar die gesündesten Varianten, da man sich so die Lebensmittel mit der höchsten Verfügbarkeit an Nährstoffen selber zubereiten kann, doch sie sind natürlich auch mit erheblichem Aufwand verbunden. In normalen Zeiten kann man dieses „back to the roots“ als Gewinn an Lebensqualität betrachten, doch im Sinne der Krisenvorsorge gewinnen praktische Überlegungen wieder die Oberhand. Im Falle eingeschränkter Möglichkeiten zum keimen, kochen und backen, wie es bei Stromausfall und anderen Versorgungsengpässen der Fall wäre, kann es sogar sehr wichtig werden, dass die Lebensmittel schnell und ohne Aufwand verfügbar sind.

Ein guter Kompromiss zwischen Grundnahrung und Fertiglebensmitteln, der sowohl in Krisenzeiten als auch Nicht-Krisenzeiten funktioniert und über sehr lange Zeit (über 15 Jahre, vom Hersteller garantiert) hält, ist das Dinkel-Paket. Damit haben Sie die Getreide-Grundlage für bis zu mehreren Wochen Versorgung einer Familie mit Mahlzeiten und müssen sich über Rotationsprinzip und andere Bevorratungsstrategien keine Gedanken machen. Eine einmal geöffnete Dose ist dann noch 4-8 Wochen haltbar. Die extrem lange Haltbarkeit bei gleichzeitig hohem Nährstofferhalt erklärt den höheren Preis gegenüber normaler Dosennahrung, die i.d. R. nicht länger als zwei Jahre hält.

Das Paket enthält Dinkelmehl, -Grieß, -Flocken, Dinkelsuppe und mehr. Damit lassen sich zur Not mit einem Campingkocher binnen weniger Minuten vollwertige Mahlzeiten zubereiten. Die Lagerung ist so problemlos wie nur irgend möglich – es braucht lediglich ein halbwegs trockenes und nicht zu warmes Plätzchen. Insekten oder Pilze und Bakterien können den Kunststoffbehältern auch über Jahre nichts anhaben. Näheres zu den Langzeitnahrungsmitteln und ihrer Aufbewahrung finden Sie hier.