Ernährungsgrundregel Nummer 1: Keine Umstellung der Ernährung in Krisenzeiten

Eine Umstellung der Ernährung im Krisenfall verkraften die meisten Menschen nicht

Grundsätzlich sollten Sie bei der Bildung Ihrer Vorräte für den Versorgungszeitraum von zumindest drei bis sechs Monaten unbedingt beachten, dass die einzulagernden Nahrungsmittel auf der Grundlage Ihrer gewöhnlichen Ernährungsweise ausgewählt werden sollten. In jedem Fall ist es unratsam – ja sogar gewagt – Nahrung einzulagern, die völlig neu für Sie und Ihre Familie wäre.

Stellt man die Ernährung um, ist dies zumeist mit deutlichen körperlichen Einschnitten und Unverträglichkeiten verbunden. Wenn man nach Jahren der Gewöhnung zu einer anderen Ernährungsweise übergeht, macht man dies in der Regel schrittweise, um die Anpassung an die neue Nahrung zu ermöglichen. Eine sofortige Umstellung kann hier durchaus für den Stoffwechsel zu gravierenden Verwirrungen führen.

Hinzu kommt, dass in Zeiten der Krise auch besondere mentale Belastungen anstehen. Es kann zu Angst- und Verwirrungsgefühlen oder zu Schockereignissen kommen. Daraus erwachsen zusätzliche Belastungen, die Ihnen zusetzen können.

Wenn Sie in einem solchen Zustand nun auch noch Ihre Ernährung oder die Ihrer Familienangehörigen und speziell der Kinder umstellen wollen, kann das extreme Folgen haben. Und dies zu einem Zeitpunkt, an dem die normale medizinische Versorgung sicherlich gestört sein wird.

Lagern Sie das ein, was Sie und Ihre Familienmitglieder jetzt zu sich nehmen

Es ist daher nicht empfehlenswert, speziell aufbereitete Krisennahrung – etwa in dehydrierter Form – anzuschaffen, wenn diese Nahrungsmittel zu stark von der normalen Kost abweichen, außer Sie nehmen sie jetzt schon zu sich und gewöhnen sich daran. Langzeitnahrung bietet eine hohe Sicherheit bei der Lagerung und kann auf kleinstem Raum bevorratet werden. Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine Vorauswahl zu treffen und eine Probebestellung und anschließende Zubereitung und Verkostung vorzunehmen. Nur hierdurch kann sicher gestellt werden, dass man mit dem Essen zurecht kommt und auch geschmacklich zufrieden ist.

Insbesondere muss auch die Zubereitung der Speisen in der Notsituation leicht möglich und technisch machbar sein. Deshalb achten Sie auf die notwendigen Prozeduren und technischen Erfordernisse. Denn nichts wäre schlimmer, als in der eintretenden Krisensituation keine Nahrung zubereiten zu können, obwohl der überreichliche Vorrat zwar vorhanden ist, aber nicht mundgerecht dargereicht werden kann.

Es gilt daher die wichtige Regel, dass man entweder das einlagert, was man im Normalfall isst. Oder man beginnt, im Hinblick auf die ggf. anstehenden Versorgungsengpässe, die eigene Ernährung bereits langsam umzustellen. Unseren Vorschlag für eine gesunde und langfristig sehr empfehlenswerte Ernährungsweise auf der Grundlage von frischem Getreide stellen wir Ihnen nachfolgend noch im Detail vor.