Gemüse und Obst richtig einlegen

Obst oder Gemüse kann nicht nur eingekocht oder zu Marmelade verarbeitet werden. Eine weitere Möglichkeit, es haltbar zu machen, ist das Einlegen. Eingelegte Nahrungsmittel gibt es in Supermärkten zuhauf – allen voran die Gewürz- und Senfgurken. Das Einlegen ist ein relativ einfaches und schnelles Verfahren. Wer zudem das Gemüse oder Obst selber anbaut, hat auch noch die Gewissheit, dass es sich um ökologisch angebaute Produkte handelt.

Kleine Maiskolben, Kürbisse, Gewürzgurken, Senfgurken, Rote Bete, Perlzwiebeln oder Knoblauchzehen – diese Lebensmittel kennt man aus den Supermärkten als eingelegte Gemüsesorten. Im Prinzip sind aber nahezu alle Sorten von Obst und Gemüse geeignet, um eingelegt zu werden. Kräuter können ebenso eingelegt werden. Das Wichtigste ist die Herstellung des Gewürzsuds. In einen süßsauren Sud können dann z. B. Birnen oder Pflaumen eingelegt werden.

Einen Sud herstellen

Zur Vorbereitung braucht man Einmachgläser. Alternativ eignen sich auch Krüge aus Glas, Keramik, Ton oder Stein. Sie müssen völlig sauber sein. Wenn man offene Gefäße verwendet, braucht man noch Zellophan zum Abdecken. Das wird mit einem Gummiband oder einer Schnur akkurat fixiert, so dass keine Luft ins Gefäß dringen kann.

Bei einem 1-Liter-Gefäß braucht man für Gewürzgurken und Ähnliches einen halben Liter Wasser plus einem halben Liter Essig, zwei Chilischoten, einen halben Teelöffel weiße Pfefferkörner, einen halben Teelöffel Wacholderbeeren, eine Handvoll frischen Dill ohne Stängel, zwei Lorbeerblätter, 50 Gramm Salz und 50 Gramm Zucker sowie 500 Gramm Gemüse.

Gemüse richtig einlegen

Normalerweise reicht es, diese Zutaten zusammenzugeben. Wenn man eine besonders hohe Würze erreichen will, sollte man die Pfefferkörner und Wacholderbeeren andrücken.

Der Sud wird im nächsten Schritt aufgekocht. Nachdem er gekocht wurde, lässt man ihn etwas abkühlen. Während dessen gibt man das Gemüse in die Gefäße. Den abgekochten Sud gießt man im Anschluss auf das Gemüse. Dann wird das Ganze luftdicht verschlossen. Die auf diese Weise eingelegten Lebensmittel sind frühestens nach zwei Wochen zum Verzehr geeignet und circa ein Jahr lang haltbar. Zu lagern sind die Gefäße in kühlen, dunklen und frostfreien Räumen.

Ein Trick zum luftdichten Verschließen

Wenn man keine Gläser mit Schraubverschluss hat, kann man ein luftdichtes Verschließen mit Brennspiritus bewirken. Man streicht ihn auf die Innenseite der Deckel und zündet ihn mit einem Streichholz an. Den noch brennenden Deckel dann auf das Glas drücken und solange anpressen, solange der Spiritus noch brennt. Wenn der Spiritus nicht mehr brennt, heißt das, dass der Sauerstoff aus dem Glas verbraucht ist. Auf diese Weise kann die Haltbarkeit der eingelegten Lebensmittel maximiert werden.

Obst richtig einlegen

Für Obst bedarf es eines süßsauren Suds. Als Zutaten und zur Vorbereitung braucht man einen halben Liter Essig, fünf Gewürznelken, Zitronensaft und Zitronenschale, eine Zimtstange, ein Stück Ingwerwurzel und 500 Gramm Obst – ebenso 200 Gramm Zucker und eine Prise Salz. Das Ganze wird wieder gekocht. Wenn man weich werdendes Obst einlegen will, sollte man dieses in einem Sieb in den kochenden Sud hängen und es kurz vorm Zerfallen des Obstes aus dem Topf nehmen. Das Obst wird in die Gläser gelegt und der abgekochte Sud wird darüber gegossen. Wieder sind die Gefäße luftdicht zu verschließen. Festes Obst kann mit dem Essig direkt aufgekocht werden. Wichtig ist, dass es bissfest bleibt.

Mit dem Einlegen von Obst oder Gemüse steht eine einfache, aber effektive Methode zur Verfügung, Lebensmittel haltbar zu machen. Wer für Krisen vorbeugen will, sollte sowohl regelmäßig Obst und Gemüse einlegen als auch die Zutaten bereithalten, die man für einen Sud braucht, um diesen in Zeiten wirtschaftlicher Nöte herstellen zu können.

 

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