Gibt es eine Goldpreisdrückung?

Der Goldpreis als erster Krisenindikator wird offensichtlich manipuliert

Es ist ein offenes Geheimnis, dass es auf verschiedenen Ebenen eine Drückung des Goldpreises gibt. Denn der Goldpreis ist wahrscheinlich der deutlichste Krisenindikator und vor allem das Geld, was die Wahrheit spricht. Geht der Goldpreis stark nach oben, ist dies eigentlich kein Preisanstieg des Goldes, sondern ein Zeichen dafür, dass die anderen Werte stark fallen bzw. das Vertrauen in das jetzige Papiergeldsystem schwindet. Daher arbeitet die Obrigkeit koordiniert und gezielt daran, dass der Goldpreis sich nur in gewissen Bahnen bewegt.

Die Goldpreisdrückung durch Notenbankverkäufe

Es gibt dafür verschiedene Vorgehensweisen: Die Notenbanken verkaufen Gold aus ihren umfangreichen Reserven. Entgegen jeglicher kaufmännischen Gepflogenheit kündigen sie solche Verkäufe in den Medien meistens rechtzeitig vorher an. Dies hat zur Folge, dass der Goldpreis sofort deutlich fällt und sie für ihren Schatz weniger erlösen. Das widerspricht der kaufmännischen Logik, der Notenbanken ansonsten folgen, und wird so wohl nur durchgeführt, wenn eigentlich andere Ziele – wie eben ein Rückgang des Goldpreises – verfolgt werden. Auffällig ist dabei, dass in der Regel nur verkündet wird, wer verkauft und wie viel er verkauft, aber nie, wer der Käufer ist. Wahrscheinlich wird das Gold still und heimlich von einer Notenbank zur anderen weitergereicht. Das Ziel der Drückung wurde durch das „erhöhte“ Goldangebot auf dem Markt ja erreicht.

Goldpreisdrückung durch Goldverleihungen

Die andere Methode der Goldpreisdrückung ist die Verleihung von Gold. Alle großen Notenbanken verleihen Gold an Firmen wie Geschäftsbanken, Hedgefonds und ähnliche. Auch die Deutsche Bundesbank verleiht Gold und versteckt dieses Geschäft mit einer im Grunde betrügerischen Methode: sie weist in der Bilanz einen Buchungsposten „Gold und Goldforderungen“ aus. Keine Aktienfirma würde mit solch einer ungenauen Bilanzierung durchkommen. Den genauen Umfang des Goldverleihs offenbart kaum eine Notenbank. Nur die Schweizer Notenbank hat angegeben, dass sie mit Stichtag zum 31.12.2007 circa 12,2% Ihrer Reserven verliehen hat. Bei einem Goldbestand von 1.145 t sind das knapp 145 t. Die Notenbanken bekommen dafür den lukrativen Zins von 1 %! Was machen nun die Firmen, die diese vielen Tonnen Gold leihen? Sie halsen sich die Verpflichtungen auf, den Zins zu zahlen und das Gold sicher zu lagern. Lagerung und die damit verbundene Versicherung kosten eine Menge Geld. Warum sollten sich gewinnorientierte Firmen, die ihren Eignern Rechenschaft schulden, diese Kosten und Verantwortung aufhalsen? Weil sie eben doch wirtschaftliche Interessen damit verbinden: sie schmelzen das Gold ein und verkaufen es. Den erlösten Betrag investieren sie oder legen ihn gewinnbringend an. Sie gehen dabei davon aus, dass der Goldpreis zuverlässig auf gleichem Niveau bleibt oder sinkt, so dass sie später, wenn der Tag der Rückgabe kommt, das Gold mit Gewinn an die Notenbanken zurückgeben können.

Dass ein deutlich „erhöhtes“ Angebot den Goldpreis drückt, ist eine grundlegende marktwirtschaftliche Tatsache. Und das Angebot im Bereich des Verleihs hat sich sogar verdoppelt. Denn einerseits haben die Firmen das Gold tatsächlich auf den Markt geworfen und andererseits ist es ja in gleicher Höhe noch im „Besitz“ der Notenbank als Goldforderung. Anzunehmen ist, dass die Notenbanken ihr Gold nie wieder sehen und somit große Milliardenbeträge – eigentlich das Eigentum der Bürger – unwiderruflich verloren haben.

Offener Protest gegen die Preismanipulation beim Gold

Bruno Bandulet schreibt auf seiner Website zur Goldmanipulation: Im Februar 2002 hat die amerikanische Organisation GATA (Gold Anti Trust Action Committee) beim Bezirksgericht Boston eine Klage gegen das US Schatzamt, die US-Notenbank und verschiedene Großbanken eingereicht. Der Vorwurf: Die US-Regierung habe sich seit 1994 mit führenden Banken darauf verschworen, den Goldpreis künstlich niedrig zu halten. Den Instituten geht es dabei um immense Gewinne, während die US-Regierung der ganzen Welt einen starken US-Dollar vorgaukeln will, der längst nicht mehr existiert. Die GATA-Klageschrift macht unter anderem geltend, dass in den Jahren zwischen 1998 und 2001 die Nachfrage nach Gold deutlich größer war als die jährlichen Fördermengen, was automatisch zu einem höheren Goldpreis hätte führen müssen. Doch das ist nicht geschehen. Der zu niedrige Goldpreis schwächt nicht zuletzt jene afrikanischen Nationen, in denen im großen Stil Gold gefördert wird. Deshalb begründete die GATA ihren Entschluss zur Klage mit „Schäden, die durch Manipulation des Goldmarktes entstanden sind“. Am 26. März wies das Bezirksgericht in Bosten die Klage mit der Begründung ab, die Kläger könnten keine persönlich erlittenen Schäden geltend machen. Dank dieses Kunstgriffs musste das Gericht zu der brisanten Beweisführung in der Klageschrift keine Stellung beziehen, deutete jedoch an, dass ein berechtigter Kläger, beispielsweise eine Goldmine, bessere Chancen hätte.

Es ist offensichtlich, dass die Notenbanken bei weitem nicht mehr über die von ihnen behaupteten Goldvorräte verfügen, weil eine große Menge des Notenbank-Goldes – GATA schätzt etwa die Hälfte der behaupteten Goldvorräte – bereits verliehen, verkauft oder gegen Devisen „geswapt“ wurden. Die ehernen Regeln der Buchführung werden also nicht nur von Kriminellen, sondern auch von demokratisch gewählten Volksvertretern und deren verbeamteten Gehilfen gebrochen. Dass sie dies nur im „Auftrag von oben“ tun, ist nur eine schwache Entschuldigung.

Aber auch die „Welt“ schrieb in Ihrer Onlineausgabe zur Goldpreismanipulation

Hoch interessant in diesem Zusammenhang war eine Kolumne der Welt Online vom 2. August 2008. Dort schrieb Erwin Grandinger zur Rettungsaktion des Dollars von US-Finanzminister Poulsen zur Goldpreisdrückung folgendes: „Und wer diese Woche den Wochenausweis des Eurosystems gelesen hat, hat sich, gelinde gesagt, verwundert die Augen gerieben. Just in der Woche nach Paulsons Rettungsaktion verkaufte das Eurosystem (EZB plus alle Notenbanken der EU) Gold und Goldforderungen in Höhe von 578 Mio. Euro. – in einer Woche wohlgemerkt. Dies ist etwa das Vielfache der „normalen“ Wochenverkäufe. Auch interessant zu sehen, dass deutsche Finanzpolitiker offensichtlich nicht die geringste Ahnung haben, was hier im Hintergrund gespielt wird, und wo diese Erträge hin fließen. Paulson hat wohl auch mit dem EZB-Präsident Jean-Claude Trichet telefoniert. Anders kann man solche Verkäufe zur Wahrung des Scheins nicht interpretieren. Darüber hinaus widersprechen sie inhaltlich dem sogenannten „Washington Gold Agreement“ (WGA II), denn die EZB hatte nach eigener Aussage die Goldverkäufe in diesem Fiskaljahr (September bis August) bereits abgeschlossen. Aber, wo kein Kläger, da kein Richter“.

Goldverbot im Kopf – wie Menschen vom Goldkauf abgehalten werden

Bezüglich eines Goldverbots sollte man nicht nur an Gesetze und Verordnungen denken. Es gibt auch eine Art „Goldverbot im Kopf“, für das die anhaltende Medienpropaganda gegen Gold sorgt. Mit Aussagen wie „Gold ist eher eine antiquierte Idee“, „Gold wirft keine Zinsen ab“, „Gold schwankt im Preis“ werden die Menschen verunsichert. Die Süddeutsche Zeitung schrieb im Januar 2008 über einen Versuch, in München mit Goldmünzen einzukaufen und hob hervor, dass man damit keine Brötchen bekomme. Dass das vor allem daran liegt, dass kaum jemand Gold als gesetzliches Zahlungsmittel kennt und das Gold für solche Kleinbeträge gar nicht gedacht ist, erwähnt die SZ nicht.

Zudem sind Preisschwankungen immer ein Auslöser, der die Besitzer oft vorschnell dazu verleitet, sich von ihrem Gold zu trennen. Sei es, dass sie bei einem hohen Preis den Gewinn mitnehmen wollen oder Angst vor einem weiteren Preisrückgang haben. Ich möchte an Ihren Sicherheitssinn appellieren und bitte Sie, Ihr Gold und Silber zu halten bzw. es weiter aufzustocken, Sie werden es nicht bereuen.

Es ist davon auszugehen, dass der jetzige Goldpreis – egal ob er bei $ 800 oder bei $ 1.350 die Unze liegt – ein echtes Schnäppchen ist, bei dem Sie nicht viel falsch machen können. Krisenratgeber gehen davon aus, dass es beim Ausbruch der Krise kein Gold mehr zu akzeptablen Preisen geben wird. Und diese Knappheit beginnt wahrscheinlich in dem Augenblick, wenn die breite Masse das Gold (wieder)entdeckt.