Krisenvorsorge für Frauen: Diese 5 Artikel sollten Frauen & Mütter bevorraten

Erneut sorgen Vergewaltigungsdelikte in Deutschland für Bestürzung: Nachdem erst Mitte Oktober eine 19 Jahre alte Medizinstudentin in Freiburg vergewaltigt und ermordet wurde, fiel nun auch die 27-jährige Carolin G. in Endingen bei Freiburg einem Vergewaltiger und Mörder zum Opfer. Die Unsicherheit der Bürger steigt und gerade Frauen machen sich vermehrt Gedanken um Selbstverteidigung und Sicherheit. Wir möchten aus gegebenem Anlass einige Tipps und Tricks verraten, wie Frauen und Mütter sich und ihren Nachwuchs am besten schützen können – sowohl im Alltag, als auch in Krisenzeiten.

Selbstverteidigung für Frauen: Wie wehrt man sich am besten?

Durchschnittlich trainierte oder besonders kleine und zierliche Frauen können sich nicht immer durch körperliche Stärke behaupten – der Schlüssel zum Erfolg in der Abwehr eines Angreifers liegt deshalb in der richtigen Ausrüstung.

Frei verkäufliche und legale Hilfsmittel für Mann und Frau

Auf der Suche nach der richtigen Waffe für Frauen kommt man um das Pfefferspray nicht herum: Das Pfefferspray zeichnet sich durch eine einfache Anwendung aus, die mit einer zufriedenstellenden Wirkung einhergeht. Darüber hinaus ist das Pfefferspray besonders klein, sodass es in jeder Handtasche, Jackentasche oder Hosentasche Platz findet. Pfefferspray wirkt dabei verlässlich auch aus größerer Distanz.

Kommt es trotzdem zum Körperkontakt, sollte Frau dazu in der Lage sein, in den Nahkampf überzugehen. Die Kenntnisse über Selbstverteidigungstaktiken aus dem Krav Maga oder Wing Chun sind dabei ebenso viel Wert wie praktische Erfahrung im Umgang mit Kubotan, Tactical Pen oder Selbstverteidigungsschirm. Auch diese „Waffen“ können platzsparend überall hin mitgenommen und im Ernstfall effektiv eingesetzt werden.

Common Objects als Alternative im Notfall

Alternativ dazu kann man auch sogenannte „Common Objects“ zur Selbstverteidigung nutzen. Bei diesen Common Objects handelt es sich um Gegenstände aus dem Alltag – so kann man beispielsweise eine zusammengerollte Zeitung oder ein Feuerzeug als Schlagverstärker nutzen oder den Auto- oder Haustürschlüssel zwischen Mittel- und Ringfinger einklemmen, um sich damit im Notfall durch gezielte Stiche in empfindliche Bereiche zur Wehr zu setzen. Das sind zwar extreme Mittel, aber wenn ein Angreifer nicht ablässt, bleibt sonst keine Wahl.

Darüber hinaus kann man verschiedene Alltagsgegenstände auch als Alternative zum Pfefferspray nutzen: Deo, Parfum oder Haarspray befindet sich in nahezu jeder Damenhandtasche und zeichnet sich durch eine reizende Wirkung auf die Schleimhäute aus, die man sich im Notfall zunutze machen kann. Im Vorfeld sollte man sich jedoch auch hierbei genau mit dem Sprühverhalten der Produkte auseinandersetzen und das schnelle Ziehen und Einsetzen dieser „Notfall-Waffen“ trainieren.

Vorräte für Frauen mit und ohne Kinder: Diese 5 Produkte dürfen in keinem Krisenvorrat fehlen

Gerade Frauen und Kinder haben auch in der Krise besondere Bedürfnisse, die man beim Anlegen von Vorräten beachten sollte. Neben Trinkwasser und Lebensmitteln sollten deshalb auch folgende Produkte im Vorratsschrank von alleinstehenden Frauen, jungen Paaren und Familien nicht fehlen.

  1. Hygieneartikel

Die monatlichen Blutungen machen auch vor der Krise nicht Halt – Frauen sollten deshalb für einen ausreichenden Vorrat an Hygieneartikeln sorgen. Neben Vorräten an Tampons und/oder Binden kann man auch auf nachhaltigere Alternativen setzen: Waschbare Binden, Menstruationsschwämme und Menstruationscups sind in der Krise dauerhaft eine empfehlenswerte Möglichkeit zur Monatshygiene – allerdings muss man sie nach jeder Verwendung auswaschen können. Gerade die Menstruationstassen überzeugen dabei durch einen besonders großen Vorteil: Sie können grundsätzlich bis zu 10 Jahre lang verwendet werden.

  1. Windeln & Puder

Haben Sie kleine Kinder im Haus oder möchten Sie in naher Zukunft mit der Familienplanung beginnen, sollten Sie auch an Windeln und Babypuder denken. Windeln können darüber hinaus auch ohne Kinderwunsch oder Bedarf hervorragend als Tauschgut verwendet werden und Babypuder findet zudem auch im Alltag Verwendung – beispielsweise zur Beruhigung gereizter Haut. Alternativ zu den herkömmlichen Wegwerf-Windeln empfiehlt sich auch der Kauf von waschbaren Windeln, sofern eine ausreichende Versorgung mit heißem Wasser zum Auswaschen gewährleistet werden kann.

  1. Babybrei

Mit Baby oder Kinderwunsch wird die Krisenvorsorge besonders aufwendig, denn in diesem Fall müssen Sie nicht nur an die eigene Ernährung, sondern auch an die Ernährung des Nachwuchses denken. Bevorraten Sie deshalb Babybrei-Gläschen, die sich auch als Notfall-Ernährung für Erwachsene und/oder als Tauschgut als besonders nahrhaft erweisen. Mit einer manuellen Kartoffelpresse und selbst angebautem Gemüse können Sie im Notfall den Brei für die Kleinsten auch selbst herstellen – doch Vorsicht vor Mangelernährung, insbesondere vor Eisenmangel!

  1. Milchpulver

Am besten ist für den Nachwuchs immer noch die „echte“ Muttermilch – für den Notfall sollte man allerdings trotzdem auch an einen ausreichenden Vorrat an Milchpulver denken. Das Pulver ist in der Regel sehr lange haltbar und kann nicht nur vom Nachwuchs verzehrt werden – Milchpulver dient ebenfalls als Energielieferant und sättigendes Grundnahrungsmittel in der Krise. Allerdings sollte man darauf achten, dass auch für die Zubereitung von Milch aus Milchpulver ausreichend warmes Wasser vorhanden sein muss.

  1. Ersatzkleidung

Während die Kleidungsstücke von Männern in der Regel Rissen oder Motten zum Opfer fallen, sind bei Frauen- und Kinderklamotten eher hartnäckige Flecken ein Thema. Während das Aussehen der Kleidung in der Krise eher von untergeordneter Bedeutung sein dürfte, sind die hygienischen Aspekte von Flecken (gerade von Körperflüssigkeiten) in der Krise ein größeres Problem – insbesondere dann, wenn das Wasser knapp wird. Aus diesem Grund sollten Familien und auch alleinstehende Frauen ausreichend Unterwäsche und Babykleidung bevorraten.

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