So kündigen Sie Ihre Kapitallebensversicherung

Kapitallebensversicherungen sind reine Papierwerte und der Hauptvermögensstock der Gesellschaften besteht aus Staatsanleihen. Allen Versicherungsnehmern droht ein massiver Vermögensverlust, wenn die überschuldeten Staaten ihre Schulden nicht mehr (komplett) zurückzahlen. Außerdem bringt diese Sparform aufgrund des niedrigen Zinsniveaus keine nennenswerte Rendite mehr.

Ein Finanzexperte sagte mir, dass die Lebensversicherungen für die Sparer mittlerweile absolut riskant sind, da sie die Anlagegelder zu circa vierzig Prozent in Banktitel investiert haben und auf enormen Bergen an faulen Wertpapieren sitzen. Er schloss sich meiner Empfehlung an und meinte, dass ein Kollaps der Versicherer nur eine Frage der Zeit sei.

Auch andere Fachleute weisen auf die Gefahren von Kapitallebensversicherungen hin

Bereits 2009 sagte Jürgen Maisch, Finanzvorstand der Gothaer Versicherung, folgendes: „Eine Pleite mehrerer Banken würde die Branche der Lebensversicherer nicht überleben„. Meisch kritisierte die enge Verquickung von Banken und Versicherungen. Laut eines Berichts der Wirtschaftswoche haben die Versicherer sogar 64 % der Gelder in Bankwerte investiert. Maisch sagt dazu: „Alles, was man an Banken gibt, ist unbesichert. Das ist in der Krise so klar geworden wie nie. Der sogenannte Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken war nach der Insolvenz von Lehman Brothers schon am Ende. Zur Rettung dieser in Deutschland sehr kleinen Bank musste sich der Sicherungsfonds damals Geld leihen. Insofern sollte man auf die Aussage, Schuldscheine seien durch den Sicherungsfonds besichert, wenig geben.

Jeder der jetzt seine Kapitallebensversicherung kündigt, erhält mehr als das aktuelle Guthaben ausmacht

Denn würde die Versicherung für dessen Auszahlung die anteiligen Wertpapiere verkaufen, würde sie auf dem Markt deutlich weniger dafür erlösen. Die traurige Wahrheit ist, dass die jetzigen Beitragszahler die Zeche zahlen, so wie es bei Schneeballsystemen immer der Fall ist. Das Ganze funktioniert nur, solange von unten neues Geld kommt.

Versicherer müssen nachzahlen

Sie können von den Versicherungen nachträglich Geld verlangen, wenn Sie Ihre Kapitallebensversicherung in den letzten Jahren gekündigt haben – basierend auf einem Gerichtsurteil des Landgerichts Hamburg vom 20.11.2009.

Die drei großen Versicherungsunternehmen Hamburg-Mannheimer, Deutscher Ring und Generali (Volksfürsorge) hatten Vertragsklauseln in ihre Kapitallebensversicherungen, die seitdem nicht mehr wirksam sind. Der Kläger, die Hamburger Verbraucherzentrale, sieht für etwa 24 Millionen Verbraucher, die ihre Kapitallebens- oder Rentenversicherungen zwischen 2001 und 2007 gekündigt haben, die Möglichkeit, einen Nachschlag zu verlangen, weil die Rückkaufswerte zu niedrig angesetzt gewesen seien.

Die Verbraucherzentrale bietet im Internet Musterbriefe für Erstattungsansprüche an (http://www.vzhh.de/). „Betroffene sollten sofort ihre Ansprüche anmelden“, rät die Verbraucherzentrale. „Die Versicherer werden die Kunden nicht von sich aus informieren, sondern das Problem aussitzen.“

Die Intransparenz der Vertragsklauseln war den Richtern ein Dorn im Auge. Die Tabellen der Versicherungen hätten die darin bereits verrechneten Abzüge verschleiert. Dem Kunden sei „weder das volle Ausmaß seiner wirtschaftlichen Nachteile bei einer Kündigung vor Augen, noch wird eine Vergleichbarkeit mit anderen Angeboten, auch anderen Kapitalanlagen, erreicht“, hieß es in der Urteilsbegründung.

Jedes Jahr werden nach Angaben der Verbraucherzentrale rund vier Millionen Kapital bildende Versicherungen gekündigt. Dann erst würden die Nachteile durch hohe Abschluss- und Vertriebskosten und die nachteilige Kostenverrechnung sichtbar – viele Kunden verlieren dadurch mehrere Tausend Euro. Dieser Missstand wurde mit dem Urteil zwar nicht beseitigt, aber gemildert. Wer kündigt, könne etwa die Hälfte des eingezahlten Geldes zurückfordern, so die Verbraucherzentrale. Liege die Kündigung schon länger zurück, sei ein Nachschlag fällig. Überdies sei ein Stornoabzug – eine Art Kündigungsstrafe – nicht mehr erlaubt.

Von dieser Maßnahme sollten Sie unbedingt Gebrauch machen, es geht um bares Geld, das Ihnen zusteht. Je länger Sie warten, desto größer die Wahrscheinlichkeit gesetzlicher Änderungen bei regulärer Kündigung oder Auslauf von Lebensversicherungen zulasten der Sparer. Nutzen Sie die Informationen der Verbraucherzentrale und fragen Sie bei Fachleuten nach. Hier finden Sie Meinungen aus dem Krisenvorsorgeforum zum Thema Lebensversicherung kündigen.

Kündigen Sie mit professioneller Hilfe und bekommen Sie mehr raus

Weiter möchte ich folgenden Tipp aussprechen: Lassen Sie sich bei der Kündigung helfen und bekommen Sie deutlich mehr Geld! Ein Bekannter von mir, Herr Ulrich Heider, berät seine Kunden schon lange in meinem Sinne und hilft Ihnen professionell, alles, was Ihnen wirklich zusteht, zu bekommen. Sie finden hier ein Berechnungsformular.