„Leopoldina“-Professor rechnet ab: Regierung spannt Experten für Corona-Propaganda ein!

In diesem Artikel von Bild online (leider hinter der Bezahlschranke) erklärt Professor Michael Esfeld wie die Regierung Wissenschaftler für die Manipulation bezüglich Corona einsetzt. Ein ungeheurer Vorgang, der leider in den Mainstreammedien nicht erwähnt wird.

Sie sind die wichtigsten Berater der Kanzlerin: die Experten der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“

Jetzt erhebt Akademie-Mitglied Michael Esfeld (55), Professor für Wirtschaftsphilosophie (Uni Lausanne), schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung – und die „Leopoldina“ selbst!

Die Regierung ziehe „derzeit vor allem jene Wissenschaftler zu Rate, die bereit sind zu sagen, was die Regierung auch hören will“, so Esfeld zu BILD. Dies schade „massiv der Reputation der Wissenschaft“, führe „zu einer populistischen Gegenreaktion gegen die Wissenschaft als ganze“. Man dürfe sich „nicht wundern, dass viele Menschen sich deshalb von der Wissenschaft abwenden und anfangen, ganz grundlegende Fakten zu leugnen“.

Esfeld kritisiert, dass Wissenschaftler in der Corona-Krise als Stichwortgeber der Regierung fungierten. „Wissenschaft kann herausfinden, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs gibt“, sagte Esfeld zu BILD. „Aber zu schlussfolgern, dass niemand mehr rauchen soll, ist nicht Aufgabe der Wissenschaft.“

Besonders kritisch sieht der Wirtschaftsphilosophie-Professor die Stellungnahme vom 8. Dezember., in der die „Leopoldina“ einen harten Lockdown forderte – und sofort Unterstützung von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) bekam.

„Die Stellungnahme der Leopoldina vom 8. Dezember war ein ganz eindeutiges Beispiel von politischem Missbrauch von Wissenschaft“, so Esfeld zu BILD. „Aber auch davon, wie sich Wissenschaftler von der Macht verführen lassen und alle wissenschaftlichen Standards und jegliche Verantwortung über Bord werfen.“

Esfeld bemängelt auch, dass die „Leopoldina“ ihre Fehler nie korrigiert habe. „Beispielsweise wurde Irland von der Leopoldina als Vorbild für einen nachhaltigen Lockdown gepriesen“, so Esfeld. ABER: „Wie wir nun wissen, sind die Infektionszahlen in Irland explodiert, sobald die Maßnahmen etwas gelockert werden. Wir haben nun erneut in mehreren Ländern gesehen: Es es nicht möglich, mit einem temporären Lockdown die dauerhaft die Infektionszahlen zu drücken. Aber die Leopoldina hat ihre falschen Prognosen und Begründungen nie revidiert.“

Anstatt eine Marschrichtung vorzugeben, hätten die „Leopoldina“-Experten „den Stand der Debatte abbilden müssen“, so Esfeld. Also sowohl die Forderung der Epidemiologen, die „einen harten, allgemeinen Lockdown“ forderten, deren Weg jedoch auch „gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden mit sich bringt“. Gleichzeitig hätte auch die Position anderer Epidemiologen wiedergegeben werden müssen, die forderte, „sich auf den Schutz der Risikogruppe zu fokussieren“.

Esfeld vermutet, dass die Bundesregierung die beratenden Wissenschaftler auch instrumentalisiert, um die öffentliche Debatte zu bestimmen. „Das Kanzleramt entschied sich gleich zu Beginn der Pandemie für eine Politik, die sie in einem transparenten, öffentlichen und kritischen Diskurs nie hätte durchsetzen können“, sagte Esfeld zu BILD. „Dafür setzte man Wissenschaftler ein, die mit großer Autorität in der Öffentlichkeit den Regierungskurs verteidigten. Diese Wissenschaftler haben sich von der Regierung für Propaganda einspannen lassen.“ Man könne „nur hoffen, dass dieses Beispiel in künftigen Krisen nicht Schule macht“.

Der Professor sieht auch ein weiteres Problem in der engen Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Politikern, die seitens der Bundesregierung auch immer wieder betont wird. „Die Politiker können sagen, dass sie nur der Wissenschaft gefolgt sind. Und die entsprechenden Wissenschaftler können sagen, dass sie die Politik nur beraten haben. So trägt am Ende niemand die Verantwortung“, so Esfelds Sorge.

Dieser Beitrag wurde unter Corona veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreib einen Kommentar