Manche bejubeln die leichte Erholung der Wirtschaft – Hiobsbotschaften wollen da gar nicht gehört werden. Doch viele Stimmen warnen: Der Schrecken ist noch nicht vorbei, wahrscheinlich wird es sogar noch schlimmer. Doch manch einer scheint genau zu wissen, wann der Crash kommen wird: Robert Prechter, US-Finanzanalyst, behauptet, dass es im Jahr 2016 zum Zusammenbruch kommen wird, ausgelöst durch eine Crash der Aktienmärkte.
Ein großer Börsencrash wird die Welt aus den Fugen heben, dessen ist sich Prechter sicher – und zwar in ungefähr sechs Jahren. Der Dow Jones werde von derzeit über 10 000 Punkten dann unter 1000 Punkte fallen, sagt der Finanzanalyst in der New York Times vorher. Bereits ab 2012 wird seiner Meinung nach der spürbare Niedergang unseres Finanzsystems beginnen.
Auch andere schlagen in diese Kerbe, auch wenn sie es nicht wagen, sich derart weit aus dem Fenster zu lehnen und zu behaupten, sie wüssten genau, wann der Crash uns treffen wird. Im Gegensatz zu der zwangsoptimistischen Haltung der Regierungen halten viele renommierte Ökonomen aber dennoch eine dramatische Verschlechterung der Wirtschaftslage für unausweichlich, wie zum Beispiel Nobelpreisträger Nouriel Roubini.
Doch Prechter geht einen Schritt weiter als all seine Kollegen: Er geht davon aus, dass die kommende Krise in ihren Auswirkungen weitaus dramatischer als die aktuelle Finanzkrise sei, wie er im Zeitungsinterview verrät. Aber nicht nur das: Auch die Weltwirtschaftskrise von 1929 oder die „Gründerkrise“ im Jahre 1873 seien im Vergleich zur erwarteten Krise weniger schlimm gewesen.
Nur mit der sogenannten „Südseeblase“ im Jahr 1720 sei der kommende Börsen-Crash vergleichbar. Damals lag der britische Aktienmarkt nach einem anfänglichen Börsenboom für mehrere Jahre am Boden. „Wenn ich mit meiner Prognose richtig liege, wird die Krise ein solcher Schock, dass Menschen ihre Nachfahren noch jahrelang davor warnen werden, jemals Aktien in die Hand zu nehmen“, erklärte der 61-Jährige im Interview mit der New York Times.
Prechter rät zu einer umfassenden Vorsorge gegen die Widrigkeiten, die da kommen werden: „Ich sage, der Winter kommt. Kauft einen Mantel. Andere raten dazu, nackt zu bleiben. Wenn ich falsch liege, wird ihnen nichts passieren. Wenn sie falsch liegen, sind sie tot.“ Er erteile einfach den gutgemeinten Rat, für einige Zeit auf Sicherheit zu setzen. Konkret rät Prechter seinen Kunden, in den kommenden Jahren auf Aktien zu verzichten und in Bargeld und Schatzbriefe zu investieren.
Ich denke nicht, dass Prechter wirklich so sicher sein kann mit seiner Vorhersage, wann der Crash kommt – falls er denn wirklich im Jahr 2016 kommen würde, wäre dies wahrscheinlich purer Zufall, denn keiner kann genau sagen, mit welcher Geschwindigkeit wir uns auf den Kollaps zubewegen. Die Argumentation Prechters zur Krisenvorsorge jedoch ist schlüssig: Dass der Kollaps kommt, das halte auch ich weiterhin für sehr wahrscheinlich. Daher trifft Prechters Bild mit dem Wintermantel den Kern der umfassenden Krisenvorsorge: Im Falle eines Crashs geht es bei jedem, der nicht vorgesorgt hat, um Leben oder Tod. Zögern Sie nicht – auch wenn Prechter uns noch Zeit einräumt – und beginnen Sie umgehend mit Ihren Vorbereitungen. Lesen Sie hier mehr.
Quelle: yahoo.de


