Persönliche Fähigkeiten – Denken, Ziele und die eigenen Schwächen

Nach der Lektüre der vorigen beiden Teile dieser Serie dachten Sie vielleicht folgendes: „Klingt ja alles schön und gut, aber das braucht schon eine gewisse Stärke, über die sich leicht reden lässt. Die mag ja mancheR haben, ich aber nicht. Im Gegenteil, ich kenne doch meine persönlichen Schwachpunkte nur zu gut und kann all diese Hinweise nicht wirklich nutzen. Was bringt aller Wille, wenn ich mich jetzt in diesem Moment einfach zu schwach fühle, um die (eigene) Welt aus den Angeln zu heben?“

Der erste Fehler bei dieser Denkweise ist: man glaubt, es gäbe irgendwann in der Zukunft einen besseren, perfekten Moment, an dem man endlich loslegen kann, all die Änderungen anzupacken. Doch wissen Sie was? Dieser Moment wird nie kommen. Es wird immer irgendetwas anderes sein, was Sie vermeintlich am Loslegen hindert. Der einzige Moment, in dem Sie starten können, ist jetzt.

Der zweite Fehler bei dieser Denkweise: Sie vergleichen vermutlich Ihren Ist-Zustand direkt mit dem vagen Entwurf einer fernen Zukunft, in der irgendwie alles perfekt und frei von Problemen ist. Dieser Entwurf ist vom momentanen Standpunkt natürlich in astronomischer Ferne, die Distanz wirkt unüberwindbar. Die vielen kleinen Zwischenschritte auf dem Weg sind nicht sichtbar. Oder besser gesagt, werden ausgeblendet. Dabei wären sie als Zwischenziele viel konkreter und motivierender …

Das Gefühl eigener Schwäche und Unzulänglichkeit ist also absolut kein Grund, nicht loszulegen und wunschgemäß voranzukommen. Kein Mensch ist wirklich frei von solchen Gefühlen und schon gar nicht frei von tatsächlichen Schwächen. Wie aber schaffen es manche dann trotzdem, erfolgreich zu sein und was können wir daraus lernen?

Es ist im Grunde sehr einfach: Erfolgreiche Menschen realisieren ihre Vorhaben, weil sie die Denk- und Handlungsweisen anwenden, die wir in den ersten beiden Artikeln skizziert haben und weil sie es außerdem verstehen:

  • ihre erkannten Stärken effektiv und möglichst wirkungsvoll einzusetzen und
  • ihre erkannten Schwachpunkte entweder abzustellen, zu umschiffen oder durch den Einsatz anderer Stärken zu kompensieren.       

Kurz: erkennen Sie Ihre Stärken und bauen Sie sie aus, erkennen Sie Ihre Schwächen und finden Sie Wege, trotz und mit diesen voranzukommen.

Wie finden Sie Ihre Stärken und Schwächen heraus? Leichter als gedacht, achten Sie einfach einmal bei all Ihren verschiedenen Tätigkeiten auf die jeweiligen Gefühle und inneren Kommentare, die dabei aufkommen. Sind diese „positiv“ oder „negativ“? Fühlen Sie schnell einen angenehm fließenden Zustand (einen „Flow“) oder kommt Widerstand auf, sodass alles nur mühsam und ungelenk vonstatten geht? Auf diese Weise können Sie vorhandene (Ab)Neigungen erkennen. Hier wird auch gleich deutlich, warum es so wichtig ist, ab und zu Neues auszuprobieren: wer sein Leben lang immer nur die gleichen drei Dinge tut, dem wird dieses Spiel nämlich schnell langweilig und er wird kaum auf viele neue Talente und Stärken stoßen.

Ein Beispiel: Ich bin kein guter Verkäufer, da es mir schwerfällt, auf Leute zuzugehen und diese begeistert von meinem Produkt zu überzeugen. Andere können das scheinbar mühelos. Mir aber gefällt das auch nach vielerlei probieren nicht besonders. Jetzt ist aber genau das die wesentliche Aufgabe eines Verkäufers – ansonsten hinterlässt er wohl einen ähnlichen Eindruck wie ein Bademeister, der nicht schwimmen kann …

Schwächen vs. Kreativität

Die meisten Menschen denken jetzt sofort, dass ein solcher Bademeister völlig fehl am Platze wäre. Doch stellen wir uns vor, er könnte – wie auch immer – trotzdem für die hundertprozentige Sicherheit seiner Badegäste sorgen. So entwickelt er irgendeine Art Schleppnetz, eine Unterwasser-Abseilmethode mit Tauchmaske oder ein Verfahren, das Wasser blitzschnell abzulassen. Solange er die Ertrinkenden an Land zieht, wird kaum ein Mensch je nach seinen schwimmerischen Fähigkeiten fragen, oder? Im Gegenteil, wenn seine alternativen Methoden und Techniken immer effizienter werden, wird er vielleicht sogar besser als seine wie Fische schwimmenden Kollegen. Damit gelangen wir zu folgender wichtiger Erkenntnis:

In den meisten Tätigkeiten zählt für den allgemein anerkannten Erfolg ausschließlich und allein das Resultat, sprich das sicht- und messbare Ergebnis. Und nicht, wie Sie das bewerkstelligen.

Das „Wie“, also der Weg zu Ihrem Ergebnis, spielt tatsächlich keine besondere Rolle und kaum jemand interessiert es (ausgenommen von all dem sind natürlich kriminelle und unethische Methoden). Sie erkennen das am leichtesten beim Thema Geld: verdienen Sie genug, wird Ihr Partner Sie kaum mit Fragen danach löchern oder das Thema ständig aufgreifen. Ihre Bank ist mit Ihnen sehr zufrieden und statt kritischer Fragen ernten Sie Bestätigung und Schulterklopfen. Ob Sie dafür nun zwei Stunden am Tag aufwenden oder sechzehn, ist für niemanden relevant – außer für Sie selbst natürlich, denn Ihre Lebensqualität und viele andere Dinge hängen davon ab. Genauso unerheblich ist, ob Sie sich dafür einem enormen Stress aussetzen oder das Geld ganz einfach und entspannt verdienen. Daraus lernen wir zunächst folgendes:

Konzentrieren Sie sich auf das Hervorbringen der gewünschten, sicht- und messbaren Resultate mit der einfachsten Vorgehensweise.

Zu viele Menschen vergeuden zu viel Zeit mit unwichtigen Dingen oder Tätigkeiten, die kaum Resultate hervorbringen. Sie bekommen von anderen Geld, wenn Sie eine Stunde einen Garten umgraben; für jemandem die Buchhaltung erledigen; Reifen wechseln; als Verkäufer einen Kunden gewinnen; als Zahnarzt einen Zahn sanieren, usw. Das alles sind durchaus Tätigkeiten, die im Leben zählen. Doch wenn Sie lieber ihr ganz eigenes Ding machen wollen und es Ihnen ums erfolgreich sein geht, bekommen Sie Ihr Geld auch, wenn Sie eine Internetseite betreiben und Kunden bedienen, während Sie ein leckeres Essen genießen. Viele Menschen begehen den Denkfehler, dass Vorankommen, Geld verdienen und Erfolg erzielen zwangsläufig mit großen Schwierigkeiten oder Anstrengungen bis zum Burnout verbunden sein müsste. Doch ganz im Gegenteil: ein gewählter Weg kann zwar auch mehrere schwere und aufwendige Schritte enthalten, doch stellen sich auf Dauer weder Freude noch Leichtigkeit ein, werden Sie kaum je nennenswerte Erfolge erzielen. Das liegt nicht nur am überproportionalen Zeit- und Energieverlust (Ich gehe auf diesen Zusammenhang im Rahmen dieser Serie noch detaillierter ein).

Schwächen vs. Effizienz

Auch mit der Arbeit, die Ihnen lieb und wichtig ist, ist leider immer ein gewisser zusätzlicher „Verwaltungsaufwand“ verbunden, der Sie mehr oder weniger von der Kerntätigkeit abhält. In meinem bei uns noch für kurze Zeit erhältlichen Cover ErfolgsbuchErfolgsbuch „Wie man sein Einkommen mit weniger Aufwand verdoppelt“ lesen Sie, wie Sie diese lästigen Ablenkungen minimieren und alle Kräfte zur Verfügung haben, um Ihren Weg wunschgemäß zu gehen. Und dabei noch Ihre Einnahmen – wie der Titel schon sagt – trotz geringerem Arbeitsaufwand deutlich steigern können.

Wie nun gelingt es, möglichst viel von den für Sie wertvollen Dingen hervorzubringen? Indem Sie konsequent auf Ihre erkannten Stärken setzen: je geschickter Sie darin werden, Ihre besten Fähigkeiten optimal in die Waagschale zu werfen, desto leichter und größer wird der daraus resultierende Erfolg. Finden Sie gleichzeitig Wege, Ihre erkannten Schwächen dabei möglichst außen vor zu lassen, steht Ihnen die Welt offen.

Ich spreche hier aus Erfahrung: wie gesagt bin ich alles andere als ein „geborener“ Verkäufer und dennoch habe ich im Verlauf meines Berufslebens den Lebensunterhalt größtenteils damit bestritten. Aber eben nicht auf die Art, wie „man“ es machen soll, sondern auf eigene, kreativ angepasste Art. Vorher hatte ich es so versucht, wie „man“ es versucht und mich beinahe mit dem vermeintlichen Schicksal abgefunden, eine nicht wirklich passende Tätigkeit unter enormem Druck und mit trotzdem unbefriedigenden Ergebnissen ausführen. Zum Glück wurde mir rechtzeitig klar, dass ich so niemals auf einen grünen Zweig komme. Entweder ich würde eine bessere Lösung finden oder scheitern.

So habe auch ich genauer nach meinen Schwächen geforscht und herausgefunden, dass es nur ein bestimmter Teil des Verkaufens ist, der Probleme bereitet: so kann ich zwar mit Kunden durchaus gut reden, wenn sie interessiert vor mit sitzen, doch mir fällt der Kaltkontakt, sprich die Anbahnung, ziemlich schwer. Also habe ich mir seit diesem Zeitpunkt immer irgendwelche Hilfsmittel ersonnen, die eben diese ersten Schritte „automatisch“ für mich erledigen. Zuerst habe ich Vorträge gehalten, mit denen ich leicht interessierte Menschen an das Thema heranführen konnte. Später gelang mir die Gewinnung von Interessenten mittels meiner Bücher und dann immer mehr über verschiedene Internetseiten.

Im Nachhinein gesehen habe ich aus der Not heraus das Folgerichtige getan, indem ich meine grundlegenden Schwäche erkannt, dann elegant umschifft und dann noch meine Stärken optimal eingebracht habe. Irgendwann zeigte sich der Erfolg auch im Schulterklopfen von vielen Seiten.

Natürlich wäre ich froh, im „Kaltkontakt“ genau so gut wie andere zu sein, aber das ist mir trotz diverser Bestrebungen bis heute nicht gelungen. So bewundere ich diejenigen, die darin erfolgreich sind und verdiene mein Geld eben auf meine Art. Und das will ich Ihnen auch mit auf den Weg geben: konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken, erzielen Sie damit Ihren Erfolg und vergeuden Sie nicht Ihre Zeit, indem Sie einen mühevollen und harten Weg gehen, der nicht der Ihre ist.

Jeder einzelne Mensch verfügt über eine Reihe wertvoller Fähigkeiten in einer einzigartigen Kombination – genau so, wie jeder einen eigenen Fingerabdruck hat. Es geht darum, sich dessen bewusst zu werden, diese Erkenntnisse weiter zu entwickeln und daraus etwas Spezielles zu entwickeln. Das Interesse Anderer und Erfolg in Geld oder anderer Form wird sich dann unvermeidlich einstellen. Wie Sie dabei Schritt für Schritt vorgehen, werden wir demnächst weiter ausführen. Wir erläutern dann u.a., warum es gut ist, Vorbilder zu haben und trotzdem schlecht, diese kopieren zu wollen. Bis hierhin konnten wir hoffentlich zeigen, wie Sie Ihre echten und vermeintlichen Schwächen in Schritte zum Lebenserfolg verwandeln.