Persönliche Krisenvorsorge: Sicheres Zuhause – vor und während der Krise

In Krisenszenarien stehen Einbrüche, Überfälle und Plünderungen an der Tagesordnung – und auch schon heute sind Einbrüche keine Seltenheit: 2015 wurden insgesamt rund 167.000 Einbrüche in Deutschland verübt – so viele Einbrüche, wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Die Zahlen bleiben seitdem auf hohem Niveau und vermitteln einen unguten Vorgeschmack auf echte Krisenzeiten. Wenn Sie Ihr Zuhause für die nächste bevorstehende Krise ebenso wie für den Alltag sichern möchten, dann sollten Sie unsere folgenden 3 Strategien samt Hinweisen auf klassische Denkfehler unbedingt beachten.

  1. Anwesenheit vorgaukeln und Kriminelle abschrecken

Die meisten Einbrüche werden verübt, während die Bewohner nicht im Haus sind. Um Einbrüchen vorzubeugen und auch während längerer, womöglich mehrwöchiger Abwesenheit nicht in den Fokus der Kriminellen zu rücken, sollten Sie dauerhaft Anwesenheit vorgaukeln und ihren Tagesablauf auch während ihrer Abwesenheit simulieren.

Neben Smart-Home-Funktionen, die Sie in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus installieren können und die daraufhin beispielsweise die Rollläden jeden Abend herunterlassen und jeden Morgen hochziehen, erweisen sich hierfür auch verlässliche Nachbarn und Produkte wie eine TV-Attrappe als sinnvoll. Wenn Ihre Nachbarn regelmäßig Ihren Briefkasten leeren und die TV-Attrappe am Abend das typische bläuliche Flackerlicht durch ihr Wohnzimmer strahlen lässt, würden die wenigsten Einbrecher davon ausgehen, dass Sie nicht zu Hause sind. Zeitschaltuhren sind darüber hinaus ihr bester Freund, um Anwesenheit vorzutäuschen.

  1. Alarmanlagen sorgen im Ernstfall für Sicherheit

Sollte sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Dieb in Ihr Zuhause „verirren“, sind Alarmanlagen eine notwendige, aber nicht immer ausreichende Maßnahme. Darüber hinaus sollte man nicht darauf verzichten, die Fenster und Türen einbruchssicher zu machen – immerhin scheitern rund 40 Prozent aller potenzieller Einbrüche an umfassend gesicherten Fenstern und Türen, welche die Kriminellen schneller zur Aufgabe zwingen. Ohne eine Alarmanlage kann es jedoch sein, dass sie sich nicht beirren lassen, einfach mehr Zeit aufwenden und so dennoch ins Haus gelangen.

Möchte man weniger Geld ausgeben oder hat man als Mieter nicht die Möglichkeit, Fenster und Türen zu erneuern, kann man sich stattdessen auch für Alarmgeräte entscheiden, die das eigene Zuhause für wenig Geld sicherer machen. Neben Türstopper-Alarmen kann man sich hierfür auch einen Türgriff-Alarm oder einen Tür- und Fensteralarm zunutze machen, der reagiert, sobald die beiden Kontakte beim Öffnen einer Tür oder eines Fensters voneinander getrennt werden. Für einen noch höheren Benutzerkomfort kann man sein Zuhause darüber hinaus auch mit einem Bewegungsmelder-Alarm mit Fernbedienung absichern.

>> Bevorraten Sie ausreichend viele Batterien, um auch im Krisenfall von Ihrem Alarmgerät profitieren zu können!

  1. Schützen Sie Ihr Hab und Gut richtig!

Sollte es trotz aller Sicherungsvorkehrungen einem Einbrecher gelingen, in Ihr Zuhause einzudringen, ist „Schadensbegrenzung“ das Stichwort. Indem Sie Ihre wertvollsten Habseligkeiten möglichst unauffällig lagern, rücken Sie diese aus dem Fokus der Kriminellen – immerhin gehen die wenigsten Einbrecher davon aus, dass Sie wichtige Dokumente, Geld oder Edelmetalle in einer Bierdose oder in Ihrem Dosenravioli aufbewahren. Doch Vorsicht: In einer Krise sind auch Lebensmittel und Getränke begehrtes Diebesgut, sodass die Verwahrung Ihrer Habseligkeiten in Dosensafes nach hinten losgehen. Alternativ oder begleitend dazu können Sie Ihre Wertsachen auch in präparierten Büchern, Geheimversteck Kerze, leeren Verpackungen von Sonnencreme oder Bodylotion oder in selbst gebauten Wandregalen verstecken.

Fazit: Ein kleines Risiko bleibt immer bestehen

Ob in der Krise oder im Alltag: Sie werden sich nie zu 100 Prozent gegen Eindringlinge schützen können. Mit den hier vorgestellten Möglichkeiten können Sie Ihr Zuhause jedoch umfassend auf verschiedenen Ebenen absichern und das Risiko eines Einbruchs und eines hohen Schadens damit verringern. Wenn Sie diese Möglichkeiten auch in einer Krise zum Schutz vor Einbrechern nutzen möchten, dann achten Sie darauf, alle elektronischen Sicherungen durch Ersatzgeräte und einen ausreichenden Vorrat an Batterien möglichst lange funktionsfähig zu halten. Für den Einbruchschutz während der Krise müssen Sie darüber hinaus auch umdenken: Während Dosenravioli und Eisteedosen momentan relativ gute Verstecke darstellen, sind die mit den Attrappen dargestellten Lebensmittel und Getränke in Krisenzeiten begehrte Güter.

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