Persönliche Krisenvorsorge: Woran erkennt man den Beginn der Krise und wie sorgt man vor?

Vor rund einem Monat sorgte die „Konzeption Zivile Verteidigung“, die auch als „Zivilschutzkonzeption“ bekannt ist, für Furore: Die Zivilschutzkonzeption sieht vor, dass sich Verbraucher mit einem persönlichen Krisenvorrat eindecken und dabei Trinkwasser für 5 Tage und Lebensmittel für 10 Tage bevorraten sowie eine zuverlässige autarke Versorgung mit Strom und Gas sicherstellen sollen. Während die Vorratshaltung für eine eventuelle Krise bislang von der breiten Masse als „übertrieben“ und „Panikmache von Verschwörungstheoretikern“ bezeichnet wurde, war die Angst plötzlich real – und dieses Feuer wurde nicht von irgendjemandem, sondern vom Staat selbst geschürt.

Doch ebenso schnell, wie die Panik in der Bevölkerung nach Veröffentlichung der Zivilschutzkonzeption entstand, flaute sie schon nach wenigen Tagen wieder ab. Nur für wenige Menschen blieb die Frage offen: Wie nah stehen wir nun wirklich vor dem Abgrund und woran erkennt man den Beginn einer Krise?

Krisen in der Vergangenheit: Deutschland blieb weitestgehend verschont

Erst vor wenigen Jahren während der Finanzkrise 2009 bekamen auch hierzulande Verbraucher erstmals die Auswirkungen einer Finanzkrise zu spüren, die viele tausend Kilometer weiter ihren Höhepunkt fand. Obwohl man auch bei uns teilweise nicht von den Auswirkungen der Krise verschont blieb, war die Gefahr noch nicht real – immerhin waren es hauptsächlich die Amerikaner, welche die Finanzkrise zu spüren bekommen haben. Tatsächlich standen wir an diesem Punkt bereits kurz vor dem Abgrund, denn knickt das US-amerikanische Wirtschaftssystem ein, sind wir auch in Europa nicht mehr lange vor der Krise sicher.

Echte Krisen fanden in Deutschland ebenfalls nur teilweise statt. Wintereinbrüche, Fluten und Hochwasser zerstörten Straßen, fluteten Keller und sorgten für hohe finanzielle Schäden – allerdings nicht überall. Zu diesem Zeitpunkt wurde trotzdem vielen Menschen in Deutschland klar, dass wir auch hier nicht vor Katastrophen und Krisen nicht gefeit sind – trotz stabiler Wirtschaft und innovativer Infrastruktur.

Alle Krisen in der nahen Vergangenheit hatten eines gemeinsam: Nicht jeder hat die Folgen einer Krise am eigenen Leib zu spüren bekommen. Womöglich fällt es gerade deshalb vielen Menschen so schwer, die Bedrohung von Krisen und Katastrophen wahrzunehmen und entsprechend vorzusorgen.

Konzeption Zivile Verteidigung: Wie lange dauert es noch bis zur Krise?

Einen Nachteil hat die Vorsorge für eine Krise: Man kann nie genau sagen, wann der Worst Case eintritt. Selbst die Prognosen von Experten stützen sich auf Theorien und können keine genauen Angaben dazu geben, wann eine Krise, eine Katastrophe oder ein Krieg auf uns zukommen könnte. Obwohl die Bedeutung der Zivilschutzkonzeption vom Staat und den Medien heruntergespielt wurde, sollte an diesem Punkt vielen Menschen klargeworden sein, dass die Krise nicht mehr so weit weg ist, wie man immer geglaubt hat, und dass wir auch hierzulande nicht automatisch von allen Auswirkungen von Wirtschaftszusammenbrüchen, Naturkatastrophen und Kriegen verschont bleiben.

Schuldenberge in der Eurozone, das niedrige Zinsniveau, die Unberechenbarkeit der Finanzmärkte und das Schwächeln der europäischen Banken sind allesamt Indikatoren dafür, dass die Krise nicht mehr lange auf sich warten lässt, sofern keine einschneidenden Veränderungen stattfinden. Ob es sich dabei jedoch um Monate oder Jahre handelt, ist nach wie vor ungewiss. Die Entwicklung der Weltwirtschaft und die kürzliche Veröffentlichung des Zivilschutzkonzeptes sollten jedoch ausreichend sein, um die Vorteile der Vorratshaltung und der Vorbereitung auf den Ernstfall zu erkennen.

Vorbereitung auf den Ernstfall: Was ist wichtig?

Eine pauschale Antwort auf die Frage „Woran erkennt man den Beginn einer Krise?“ können leider selbst Experten nicht geben, da die Ursachen für eine Krise unterschiedlicher Natur sein können und da auch die Entwicklung von Staaten und Wirtschaft nicht mit Bestimmtheit vorausgesagt werden kann. Ein guter Indikator wäre die Nervosität bzw. der Vertrauensverlust in der Bevölkerung, doch das ist eben nicht messbar. Selbst große Umfragen können nur Anhaltspunkte geben. Ein Kippen der Stimmung in Panik ist jederzeit möglich und kann nie genau vorhergesagt werden.

Das Anlegen von Vorräten ist also grundsätzlich nie verkehrt – nicht umsonst empfiehlt auch die Zivilschutzkonzeption, genügend Wasser und Lebensmittel für mindestens fünf beziehungsweise zehn Tage anzulegen und eine autarke Strom- und Gasversorgung sicherzustellen.

Ernährung in der Krise: Haltbar, gut lagerfähig und nahrhaft

In Bezug auf die Ernährungsvorsorge sollte man zunächst festlegen, wie viel man bevorraten kann und möchte. Abhängig davon sind die Größe der Familie, das verfügbare Platzangebot und die persönlichen Aufgaben. Muss oder möchte man auch in der Krise körperlich aktiv bleiben, benötigt man beispielsweise eine höhere Kalorienzufuhr – muss man auch Kinder in der Krise verpflegen, sollte man auf deren Bedürfnisse in Bezug auf Wachstum und Gesundheit achten. Grundsätzlich sollten Lebensmittelvorräte lange haltbar und bei Zimmertemperatur lagerfähig sein sowie möglichst viele Kalorien, Vitamine und Mineralien enthalten. Im Idealfall sind die Lebensmittel direkt verzehrbar ohne Kochen oder Erhitzen. Empfehlenswert hierfür sind beispielsweise Pumpernickel, Roggenvollkornbrot und die NRG-5-Notrationen, die über 10 Jahre haltbar, einfach lagerfähig und direkt verzehrbar sind.

Trinkwasser – am besten mit Filter

Darüber hinaus sieht die Zivilschutzkonzeption vor, dass die Bevölkerung zwei Liter Wasser pro Person und Tag für einen Zeitraum von fünf Tagen einlagert. Selbstverständlich ist es von Vorteil, eine entsprechende Menge an Wasserkästen im Keller zu deponieren – langfristig lohnt sich jedoch ein geeigneter Wasserfilter, mit dem man jederzeit trinkbares Wasser aus nahezu jeder Quelle gewinnen kann. Produkte wie der Katadyn Wasserfilter Combi oder Micropur Classic Tabletten können deshalb in der Krise Gold wert sein.

Gas & Strom in der Krise für Licht und Wärme

Schließlich wird auch eine autarke Versorgung mit Strom und Gas empfohlen, welche zur Überbrückung kurzfristiger Stromausfälle nötig ist. Dabei sollte man beachten, dass Strom auch für das Betreiben der Heizung von Bedeutung ist. Empfohlen wird hierfür in der Zivilschutzkonzeption folgendes:

  • Vorhaltung warmer Decken und Kleidung
  • Vorrat an Kohle, Alkan Lampenöl, Briketts oder Holz für Kamine und Ofen
  • Vorrat an Kerzen und Taschenlampen (Kurbel- oder Solarbetrieben) sowie Ersatzleuchtmittel, Batterien und Streichhölzer
  • geladene Akkus an Computern, Mobiltelefonen und Telefonen
  • Vorhaltung solarbetriebener Batterieladegeräte
  • Vorhaltung netzunabhängiger Radiogeräte
  • Bargeldreserve (Silbermünzen, siehe auch unsere 10-Euro Münzen aus dem Flohmarkt)

Ein Kurbelradio sollte demnach ebenso wenig fehlen wie eine Kurbeltaschenlampe. Auch Petroleumlampen und Gaskocher sind von Vorteil, um Licht zu spenden und um Lebensmittel zu erhitzen.

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