Prüfen Sie Ihre Wohnung bzw. Haus hinsichtlich der Sicherheit

Einbruchssicher: Schützen Sie Ihr Haus gegen Eindringlinge

Die Sicherung des Eigenheimes ist ein zentraler Aspekt der umfassenden Krisenvorsorge: in Zeiten der Not und des Mangels ist die Gefahr sehr hoch, dass sich Menschen, die nicht ausreichend vorgesorgt haben, an fremdem Eigentum vergreifen wollen. Aktuell wird in Deutschland alle fünf Minuten ein Einbruch begangen – und diese Zahl wird nach einem Finanzcrash drastisch steigen. Daher ist es unerlässlich, frühzeitig und umfassend sein Haus und Grundstück gegen unerwünschte Eindringlinge zu schützen.

Ein Einbruch verursacht nicht nur erhebliche Sachschäden, sondern kann auch traumatische Konsequenzen für die Opfer des Einbruchs haben. Die gewaltsame Verletzung der Intimsphäre durch Fremde hat für viele Menschen weitreichende psychologische Folgen eines dauerhaften Gefühls der Unsicherheit in den eigenen vier Wänden. Manche Menschen werden von einem derartigen Eingriff in die Privatsphäre so belastet, dass sie sich entscheiden, ihre Wohnung zu verlassen. Doch gerade in Krisenzeiten dürfte es schwierig sein, sein Haus aufzugeben und eine neue Bleibe zu finden. Insofern sollten Sie rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, die Ihr Haus zu einem sicheren Rückzugsort machen.

Beugen Sie einem Einbruch vor

Erster und wichtigster Punkt der Sicherung des Eigenheimes ist die Prävention durch sicheres Aussehen des Hauses: viele Einbrecher lassen sich alleine abschrecken, wenn ein Haus sicher wirkt Achten Sie daher auf eine gute Einsehbarkeit des Grundstückes von der Straße aus, installieren Sie Beleuchtungen besonders in düsteren Ecken und auf Zugangswegen und demonstrieren Sie Wehrhaftigkeit durch Absperrungen und auch sichtbar installierte Alarmanlagen. Viele Einbrecher sind auf der Suche nach Objekten, in die sie leicht eindringen können und werden sich allein aufgrund des Anscheins von Sicherheit abschrecken lassen. Dieser Anschein kann aber die tatsächliche Sicherung Ihres Hauses in keinem Fall ersetzen.

Richtiges Verhalten und Sicherung vom eigenen Zuhause

Die konkrete Sicherung Ihres Hauses beginnt mit Ihrem eigenen Verhalten: schließen Sie die Tür immer ab, wenn Sie das Haus verlassen, und verstecken Sie niemals Ihren Schlüssel draußen in der Nähe des Hauses – das Risiko, dass er gefunden wird, ist viel zu groß, denn geübte Einbrecher kennen jedes Versteck. Eine genaue Überprüfung Ihres Hauses ist der nächste Schritt. Die wunden Punkte eines Hauses sind vor allem Türen und Fenster; insofern gilt es hier, als erstes dafür zu sorgen, dass diese Zugangsmöglichkeiten gegen Einbruch abgesichert sind. Mechanische Sicherungen, die sinnvoll aufeinander abgestimmt sind, stehen an erster Stelle. Sie können dem Täter einen bestimmten Widerstand entgegensetzen und einen Einbruch unter Umständen verhindern. Daher sind sie eine wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz. Die Faktoren Zeit und Lärm spielen hier ein große Rolle, denn eine Sicherung, die nur unter großem Zeitaufwand und in Verbindung von aufsehenerregendem Lärm zu knacken ist, wird viele Täter von vorneherein abschrecken oder schnell den Einbruch abbrechen lassen. Neun von zehn Einbrüchen werden begangen, wenn der oder die Hausbesitzer nicht anwesend sind – insofern sollten Sie jedes Mal vorm Verlassen des Hauses sicher stellen, dass Einbrecher nicht durch geöffnete Fenster oder andere Unachtsamkeiten leichtes Spiel haben.

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Bauen Sie einbruchhemmende Türen in Ihr Haus ein. Diese gibt es in sechs Widerstandsklassen, wobei ich mindestens Stufe drei empfehlen möchte. Ein sicheres Schloss ist der nächste wichtige Punkt: hier sollten Sie darauf achten, dass Sie ein Einsteck- oder Zylinderschloss mit Mehrpunktverriegelung haben, inklusive Schutzbeschlag und Schließblech. Verwenden Sie genormte und geprüfte einbruchhemmende Schlösser bei einem Umbau. Ein Querriegel bringt weitere mechanische Sicherheit für den Eintrittsbereich Ihres Hauses – und von außen sichtbar angebracht kann er auch abschreckende Wirkung auf Einbrecher haben. Bei Türen mit Glasfüllung gilt zu beachten, dass der Schlüssel nicht von innen steckt. Verwenden Sie sichere Schließzylinder auch für Ihre Balkon- bzw. Terrassentüren, achten Sie darauf, dass Ihre Fenster ebenfalls gesichert sind.

Hilfsreich sind auch die sogenannten Fenster- und Türalarme. ansichtDas sind Sicherungen an Fenster und Türen, die bei ungefugter Bewegung Einbrecher mit einem schrillen Alarm abschrecken. Diese gibt es bspw. mit einer Fernbedienung.

Achten Sie darauf, dass Fenster immer vollständig geschlossen und nicht gekippt oder gar ganz offen sind. Das Gleiche gilt für Terrassen- oder Balkontüren – laut einer Studie der Polizei werden fast die Hälfte der Einbrüche über Fenstertüren, also Terrassen- bzw. Balkontüren, verübt. Zusätzlich sollten alle Fenster mit Aufbruchsperren versehen werden. Fensterschlösser reichen meist nicht, da sie relativ leicht aufgehebelt werden können. Zusätzlich sollten Sie die Fenster durch einbruchhemmende Rollläden sichern, normale Rollläden können relativ leicht hochgeschoben werden. Terrassen- und Balkontüren lassen sich am besten mit Rollgittern oder Gittertüren sichern.

Leicht erreichbare Fenster-, Terrassen- und Balkontüren sind besonders gefährdet, daher räumen Sie umherstehende Gegenstände wie Gartenmöbel oder Regen- und Mülltonnen am besten in die Garage. Diese lassen sich für Einbrecher gut als Aufstiegshilfen benutzen. Bei Kellerfenstern sollten die Gitter mit Ketten gesichert werden, ansonsten sind sie leicht zu entfernen. Stabile Gitterstäbe in geringem Abstand vor den Fenstern machen ein Eindringen durch den Keller nahezu unmöglich. Gleiches gilt für Ihre Garage: dieser Zugang wird oft gewählt, um dann durch die Verbindungstüre in den Wohnbereich zu gelangen. Auch hier sollten Sie gegebenenfalls über den Einbau eines neuen Tores nachdenken, das durch eine praxisgerechte Einbruchprüfung guten Schutz gewährleistet. Vermeiden Sie außerdem dichten Bewuchs in direkter Nähe Ihres Hauses, da dieser als Sichtschutz für Einbrecher dienen kann. Wertsachen, die offen in der Wohnung oder im Hause herumliegen, locken Einbrecher an. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie Ihre Schmuckstücke, Dokumente und sonstigen Wertsachen in entsprechenden Wertbehältern aufbewahren. Schließen Sie Gartentüren, Hof- und Garagentore auch dann ab, wenn Sie zu Hause sind, bzw. bauen Sie ein selbst schließendes Gartentor mit beidseitig feststehendem Türknopf und elektrischem Türöffner ein. Der für Ihre Sicherheit so wichtigen Überprüfung von Besuchern dient auch eine Sprechanlage an der Gartentür – eventuell in Kombination mit einer Videokamera.

Vermeiden Sie bei längerer Abwesenheit alle sichtbaren Hinweise, dass Sie nicht zu Hause sind: benutzen Sie keine Zettel oder Anrufbeantworteransagen, auf denen Sie Ihre Rückkehr ankündigen. Kaufen Sie sich einen großen Briefkasten, der die Post mehrerer Tage unsichtbar verbergen kann. Schließen Sie Ihre Rollläden nur nachts, tagsüber geschlossene Rollläden wirken wie eine Einladung auf Einbrecher, da sie Abwesenheit signalisieren. Teilen Sie vertrauenswürdigen Nachbarn mit, wann Sie abwesend sind und bitten Sie sie, in diesen Zeiten verstärkt auch ein Auge auf Ihr Heim zu werfen.

Das „Haussitting“ ist in einer guten Nachbarschaft eine wichtige Maßnahme, sich gegen Einbrüche und Diebstahl zu schützen. Laut Polizei trägt die Pflege einer guten und aktiven Nachbarschaft entscheidend dazu bei, dass inzwischen jeder dritte Einbruchsversuch misslingt, einfach weil die Nachbarn auch einen Blick auf die sie umgebenden Grundstücke werfen. Gerade wenn Sie abwesend sind und Ihr Haus für eine Zeit unbewohnt bleibt, empfiehlt es sich, die Nachbarn zu bitten, öfter mal einen Blick auf das Haus zu werfen und abends die Lichter anzuschalten und die Rollläden herunterzulassen, um so den Eindruck zu erwecken, es wäre jemand zu Hause.

Hilfreich dabei ist ein kleines Gerät, das einenfaketvplus3_compact Fernseher simuliert und so die Anwesenheit vortäuscht. Diesen Simulator kann man vorab programmieren, so dass er zu unterschiedlichen Zeiten aktiv ist. Ein guter Schutz, der keinerlei Installation erfordert. Auch ein voller Briefkasten ist zu vermeiden, daher bitten Sie Ihre Nachbarn um regelmäßige Leerung bei Abwesenheit.

In Siedlungsgebieten, die von Anonymität geprägt sind, empfiehlt es sich, möglichst rasch Kontakte zu Nachbarn zu knüpfen und sich gegenseitig Hilfe bei der Überwachung der Häuser oder Wohnungen anzubieten. Sollte dies nicht möglich sein, schalten Sie für die Zeit Ihrer Abwesenheit Zeitschaltuhren an Ihre Beleuchtung, um so abends zu signalisieren: hier ist jemand zu Hause. Was die wenigsten wissen: Entgegen dem Klischee vom „nächtlichen Besucher“ werden weit über ein Drittel der Wohnungseinbrüche tagsüber begangen. Bitten Sie daher Ihre Nachbarn, auch tagsüber besonders auf unbekannte Personen in der Nähe Ihres Hauses zu achten und gegebenenfalls Alarm zu schlagen.

Falls Sie einen Einbrecher überraschen, sollten Sie viel Licht einschalten, um ihn eventuell zu vertreiben. Wenn möglich, rufen Sie sofort die Polizei und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass die Einbrecher noch in der Wohnung sind. Machen Sie sich bei Ihren Nachbarn bemerkbar, damit diese Ihnen zu Hilfe eilen. Grundsätzlich empfiehlt sich, Gemeinschaften durch spezielle Benachrichtigungssysteme schnell herbeirufen zu können, etwa per Funk oder mit Hilfe von Signalgebern. Sollte sich der Einbrecher Ihnen stellen, gilt es, eine Eskalation zu vermeiden. Wägen Sie ab, ob sich ein gewaltsames Aufhalten des Einbrechers lohnt und für Sie physisch möglich und ungefährlich ist – mit geübtem Umgang mit den richtigen Hilfsmitteln können Sie schnell Herr über die Situation werden, insbesondere wenn Sie zügig und überlegt die Initiative ergreifen. Eine konfliktlose Flucht des Einbrechers ist jedoch in den meisten Fällen vorzuziehen, insofern sollten Sie nicht den Helden spielen.

Weitere Informationen von Experten

Zum Thema Einbruchsschutz hat die Polizei eine Studie herausgegeben, die besagt, dass die meisten Einbrecher bereits nach fünf Minuten ihren Einbruchsversuch aufgeben, sollte sich ein Haus als sicher gegen einen Einbruch erweisen. Außerdem wählen die Täter laut Studie vor allem Häuser, die sich in Randlagen befinden, also ohne direkte Nachbarschaft zu anderen Häusern stehen und nur wenig beleuchtet sind. Falls Sie eine derartige Wohnsituation haben, ist eine umfassende Sicherung Ihres Heimes ganz besonders wichtig.

Die polizeiliche Kriminalprävention bietet für die Sicherung des Hauses eine Vielzahl an Informationen zum Thema Einbruchschutz an, mit Verhaltenstipps, sicherheitstechnischen Empfehlungen und nützlichen praktischen Hinweisen. Die 36-seitige farbige Broschüre „Ungebetene Gäste“ ist hier besonders zu empfehlen.

Ein Verzeichnis der polizeilichen Beratungsstellen, die die Bürger kompetent, individuell, produktneutral und in der Regel kostenlos zum Thema Einbruchschutz beraten, sowie viele nützliche Materialien finden Sie unter: http://www.einbruchschutz.polizei-beratung.de/.

Weitere gute Tipps für die Sicherung des Eigenheimes inklusive eines informativen Kurzfilms können Sie unter http://www.nicht-bei-mir.de/ (Initiative für aktiven Einbruchsschutz) finden. Persönliche Beratung bieten außerdem viele Versicherungen und Sicherheitsfachbetriebe, die Ihnen helfen können, die Maßnahmen sinnvoll aufeinander abzustimmen.

Hier können Sie als Anhaltspunkt diese Checkliste [130 KB] nutzen. Prüfen Sie, wie übersichtlich das Haus oder die Wohnung ist.

Falls Sie sich einen Tresor anschaffen möchten, lesen Sie hier wie Sie den Richtigen für Ihren Bedarf finden.