Krisenvorsorge – wenig Platz ideal ausnutzen (III)

Beispiel 1: Betten

In Schritt 2 wurde bereits erwähnt, wie Sie vom reinen Schlafzimmer auf Alternativlösungen umsteigen. Unabhängig davon kann die Anschaffung des richtigen Bettes zu enormer Platzersparnis führen. Nachfolgend nenne ich einige Beispiele für spezielle Bett-Lösungen und zeige, in welchen Situationen diese angebracht sind.

Hochbett: Hochbetten stehen, wie der Name schon sagt, nicht direkt auf dem Boden, sondern in der Regel auf vier Beinen, ähnlich wie man es vom Tisch her kennt. Das Rost befindet sich in der Regel in ca. zwei Metern Höhe und ist über eine Leiter zugänglich. Dies hat den Vorteil, dass man unter dem Bett aufrecht stehen kann und kein Stauraum mehr verloren geht, da der Platz am Boden, an welchem das Bett normalerweise stehen würde, uneingeschränkt nutzbar ist. Hochbetten sind für jung gebliebene Paare, Alleinstehende und Kinder geeignet. Paare entscheiden sich meist wegen des eher unkomfortablen Zugangs gegen ein Hochbett.

Bettcouch: Wer sich dafür entscheidet, das Schlafzimmer ins Wohnzimmer zu verlegen, für den ist die Bettcouch meist die beste Lösung. Sie hat den Vorteil, dass sie sehr platzsparend ist, da eines der beiden platzraubenden Möbelstücke Bett und Couch wegfällt. Da die Bettcouch, wenn als Couch genutzt, in der Regel nicht von einer „regulären“ Couch zu unterscheiden ist, gibt es bei dieser Lösung auch vom ästhetischen Standpunkt her keine Probleme.

Stauraum unter dem Bett: Wenn für Sie die beiden genannten Möglichkeiten nicht in Frage kommen, bleibt noch folgende Möglichkeit: Viele moderne Betten sind entweder standardmäßig nach oben aufklappbar, oder werden mit entsprechenden Schubladen geliefert, welche sich seitlich ausziehen lassen, um den sonst ungenutzten Raum unter dem Bett nutzbar zu machen. Sollte dies bei ihrem Bett nicht der Fall sein, das Bett aber dennoch seitlich offen, lassen sich meist passende Schubladen, die häufig sogar Rollen zur leichteren Handhabung haben, separat dazukaufen.

Beispiel 2: Regale

Regale gehören zu den effizientesten und besten Möbelstücken, was das Ausnutzen von Platz als Stauraum angeht. Es gibt Sie generell in zwei Varianten. Die Erste steht wie die meisten anderen Möbelstücke auf dem Boden, die Zweite wird direkt an der Wand befestigt.

Wenn Sie den Platz in Ihrer Wohnung ideal ausnutzen wollen, nutzen Sie so viele Regale wie nur irgend möglich. Jeder Platz in Ihrer Wohnung, an dem ein Regal stehen könnte, sich aber keines befindet, ist quasi verschwendeter Stauraum. Nutzen Sie jede freie Nische und jede Wand an der sich kein Regal befindet, und bringen Sie eines an. Solange die Regale den anderen Möbeln nicht in die Quere kommen, werden Sie so sehr schnell sehr viel Platz gewinnen.

Regale haben einen großen Vorteil gegenüber Schränken: Sie haben keine Türen. Dank dieser Tatsache müssen Sie bei der Positionierung von Regalen in Ihrer Wohnung auch nicht darauf achten, ob besagte Türen überhaupt komplett zu öffnen sind, oder ob diese durch etwas blockiert werden. Somit sind Regale mit die flexibelsten einzusetzende Möbelstücke überhaupt.

Beim Kauf von Regalen sollten Sie vor allem auf die Ausmaße und die Einteilung achten. Hier rate ich zu relativ simplen Einteilungen. Je komplexer die Einteilung der einzelnen Fächer des Regales ist, desto ineffizienter ist in der Regel die Ausnutzung des Stauraums. Achten Sie bei den Ausmaßen darauf, dass das Regal genau dorthin passt, wohin Sie es haben wollen. Zu kurze Regale verschwenden Platz, zu lange oder breite passen vielleicht gar nicht dorthin wo Sie sie haben wollen, was zu unangenehmen Überraschungen führen kann. Auch auf die Höhe des Regales sollten Sie achten. Das ideale Regal ist fast so hoch wie das Zimmer, in welchem es steht beziehungsweise hängt, so wird auch wirklich kein Platz verschwendet.

Beispiel 3: Schränke

Das Meiste, was ich zu Regalen sagte, gilt auch für Schränke. Achten Sie vor allem auf die richtigen Maße und Einteilung, um möglichst wenig Platz zu verschwenden. Zwar haben Sie mit Schränken eine übersichtlichere und meist auch schönere Optik, doch ich rate trotzdem zu verhältnismäßig wenigen Schränken, da sie unflexibler und unpraktischer sind als Regale.

Meist ist auch auf den Schränken noch viel Stauraum für die eine oder andere Kiste vorhanden.

Beispiel 4: Einbauschränke

Eine Ausnahme stellen jedoch Einbauschränke dar. Sie bieten in speziellen Situationen die Ideale Ausnutzung von vorhandenem Platz – meist in ansonsten ungenutzten Nischen, wie Sie häufig in Hausfluren vorkommen.

Diese Nischen sind sehr häufig Überbleibsel einer früheren Raumeinteilung des Hauses. Oft ließen sich Häuser beim Bau nur so einteilen, dass der Flur nicht gerade verläuft, sondern Ausbuchtungen in der Wand zurücklässt, welche Platz verschwenden und sich nicht vernünftig nutzen lassen. Einbauschränke, die oftmals auf genau solche Nischen abgestimmt sind, stellen hier die ideale Lösung dar.

Eine weitere sinnvolle Möglichkeit, einen Einbauschrank zu positionieren, bietet sich häufig am Ende eines Flures. Da meistens die Türen in die verschiedenen Wohnräume alle seitlich liegen, endet der Flur meist in einer Art „Sackgasse“. Zwischen den besagten Türen und dem Ende des Flures ist dann noch etwas Platz übrig, welcher zwar zu klein ist, um ihn als Wohnraum nutzen zu können, doch auch zu groß, um ihn einfach zu verschwenden. Ein Einbauschrank, welcher direkt bei den Türen in die anderen Räume endet, macht diesen Platz sinnvoll nutzbar.

In beiden Fällen kann man statt eines Einbauschrankes natürlich auch einen regulären Schrank oder ein Regal in der entsprechenden Nische platzieren. Einbauschränke haben jedoch den Vorteil, dass Sie den vorhandenen Platz am besten und genauesten ausnutzen.

Es gibt auch Firmen, die sich auf das Bauen von Einbauschränken und ähnlichem spezialisiert haben. Wer sich nicht selbst die Arbeit machen will und in der Lage und gewillt ist, das nötige Geld hierfür auszugeben, wird im Internet schnell fündig werden.

Fazit:

Wir hoffen, dass Ihnen diese Vorschläge zur idealen Nutzung des in der Wohnung verfügbaren Platzes einige hilfreiche Anregungen bieten.