Wieviel Lebensmittel sollten Sie einlagern?

Empfehlenswert sind Vorräte für mindestens drei Monate – allerdings wäre es besser, Sie würde mehr bevorraten

Unter Downloads finden Sie eine Checkliste, in der exemplarisch der Vorrat für eine Familie mit vier Personen für den Zeitraum von drei Monaten zusammengestellt ist. Jedoch empfehle ich für einen längeren Zeitraum vorzusorgen. Ideal wären sicher sechs Monate oder darüber hinaus. Dadurch erhöht sich der eigene Spielraum und man ist in der Lage, Familienmitgliedern oder Freunden zu helfen bzw. die überschüssige Reserven als Tauschmittel zu verwenden.

Die exemplarische Zusammenstellung und auch Ihre eigenen Erfahrungen zu Ihrem Wochenverbrauch helfen dabei, die notwendige Menge zu bestimmen. Weiterführende Informationen finden Sie auch auf meiner Website oder in meinem Buch „Finanzcrash – die umfassende Krisenvorsorge“.

Sie benötigen natürlich entsprechende Lagermöglichkeiten und die finanziellen Mittel

Ein Vorrat, der beruhigt.

Natürlich ist die Menge der Vorräte auch stets von den eigenen Möglichkeiten abhängig. So müssen die notwenigen Finanzmittel und auch der entsprechende Lagerraum zur Verfügung stehen. Dies sind weitere wesentliche Gesichtspunkte für die Mengenermittlung.

Nun könnten Sie den Eindruck gewinnen, dass es zu gewissem Grade eine Geldverschwendung ist, einen Haufen Essen zu hamstern und einfach so zu horten. Aber durch die Aufblähung der Geldmenge in den vergangenen Jahren sind die Lebensmittelpreise mittlerweile allesamt stark angestiegen. Gleichzeitig lagen die gezahlten Zinsen für Sparguthaben unterhalb der tatsächlichen Inflation, so dass Sparguthaben durch Kaufkraftverlust deutlich entwertet wurden. Was wäre dann naheliegender, als die vorhandenen Finanzmittel in gewissem Umfang in Vorräte und somit Sachanlagen zu stecken, die ständig im Wert steigen?

Hätten Sie vor zwei Jahren Getreideprodukte und Dosenmilch erworben, könnten Sie sich heute über einen Preisvorteil beim Einkauf und damit Wertzuwachs von zumindest 30 % freuen. Solch eine Rendite erzielt man mit konventionellen Anlagen nicht.

Falls Sie es für nicht richtig halten sollten, Vorräte in den nun von Ihnen ermittelten Mengen anzulegen, weil es Ihnen doch wie unrechte und früher oft verteufelte Hamsterei vorkommt, so ist auch diese Befürchtung leicht aus der Welt zu räumen. Denn zum heutigen Zeitpunkt ist Ihre Investition ein wirtschaftsbelebender Faktor, der nicht nur dem Staat über die in den Warenpreisen enthaltene Umsatzsteuer, sondern auch den Bauern und Produzenten direkt zugute kommt. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass noch immer große Mengen von Grundnahrungsmitteln vernichtet oder gar nicht erst angebaut werden, um die Lebensmittelpreise künstlich zu beeinflussen (Landwirtschaftssubventionen und Brachlandprämien). Hier sind Ihre Erwerbungen hilfreich für alle Beteiligten.

Gleichsam sind die Vorräte kein totes Kapital, denn wir warten nicht darauf, dass die Haltbarkeitsdaten überschritten werden. Die Lagerhaltungsstrategie umfasst bei unserem Konzept einen Rotationsverbrauch der gelagerten Nahrungsmittel.

Tauschen Sie die Vorräte immer wieder aus

Wir sorgen also dafür, dass vor Ablauf der Haltbarkeitsdaten ein Verbrauch der Nahrung erfolgt. Dies betrifft einige Lebensmittel eher und manche erst später. Aber der gesamte Vorrat sollte zyklisch verbraucht und neu zusammengestellt werden. Dies bringt neben der ständig erneuerten Haltbarkeit auch die Vorteile, dass die Nahrung bei evtl. ungünstiger Lagerung nicht früher verderben kann und Fehler der Lagerhaltung und Zusammenstellung sofort bemerkt und umgehend abgestellt werden.

Aus diesem Grund ist es auch sehr wichtig, dass Gerichte zubereitet werden können, die Ihrem täglichen Speiseplan wenigstens annähernd entsprechen. Wie bereits empfohlen, sollten Sie vor dem Großeinkauf und der Lagerung auch alle ausgewählten Lebensmittel und die daraus herstellbaren Gerichte zuerst selber ausprobieren, um dann zu entscheiden, welche Ihnen schmecken. Denn so ist es kein Problem, die eingelagerten Nudeln oder das Dosenfleisch in Friedenszeiten regelmäßig nach dem Rotationsprinzip aufzubrauchen und durch neue Ware mit langer Haltbarkeit zu ersetzen.

Bitte notieren Sie sich also an Ihren Vorräten die Haltbarkeit der Lebensmittel. Hilfreich können hier Karteikärtchen oder Aufkleber sein, die Sie vorn an den Lagerregalen gut sichtbar befestigen. Verbrauchen Sie die Vorräte von vorn her aus den Regalen und befüllen Sie den Vorrat von hinten her neu. Achten Sie beim Rotationsverbrauch immer darauf, dass Ihre 6-Monats-Mengen stets vorrätig sind. Denn die Krise kommt überraschend, so dass Ihnen keine Zeit bleiben könnte, die abgeschmolzenen Vorräte wieder aufzustocken.

Zu diesem Thema gibt es noch viele wertvolle Tipps in unserem Krisenvorsorgeforum.